Tipps für Auto-Reisende mit empfindlichem Magen

Von: ddp
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Wien. Nicht jeder verträgt Autofahren gut. „Und viele können sich gar nicht so recht auf den Urlaub freuen, weil sie schon Angst vor der Reiseübelkeit haben”, weiß Heimo Vedernjak.

Er ist Mediziner des österreichischen Autoclubs ÖAMTC in Wien und hat einige Tipps auf Lager, um Menschen mit empfindlichem Magen das Reisen zu erleichtern.

„Vor der Autoreise sollte man nur leicht verdauliche Nahrung zu sich nehmen. Während der Fahrt kann man den Magen beruhigen, indem man Kleinigkeiten wie trockenes Brot oder fettarme Kekse isst”, lautet seine erste Empfehlung. Der ausreichende Konsum von Flüssigkeit bewirke eine optimale Sauerstoffversorgung des Gehirns sowie des Gleichgewichtorgans im Innenohr.

Lesen im Auto - auch in Straßenkarten - sollte man vermeiden. Das Gleichgewichtsorgan nimmt die Bewegungen des Autos wahr. Beim Lesen richtet man den Blick in ein unbewegtes Buch. „Diese Diskrepanz löst die Übelkeit aus”, skizziert der Mediziner den Hintergrund.

Damit Auge und Gleichgewichtssinn sich in Harmonie befinden, hilft es, Blicke aus dem Seitenfenster zu vermeiden und nur durch die Frontscheibe zu schauen. „Dann stimmen Gesehenes und Gefühltes überein”, sagt Vedernjak. „Dass das funktioniert, belegt die Tatsache, dass dem Fahrer vom Fahren nicht schlecht wird.”

Wichtig ist es zudem, für gute Luft im Auto zu sorgen. Unangenehme Gerüche können das Unwohlsein verstärken und Brechreiz auslösen. „Nach dem Tanken beispielsweise sollte man vor der Weiterfahrt gut durchlüften”, empfiehlt Vedernjak. Auch Rauchen im Auto ist dem Wohlbefinden alles andere als zuträglich.

Bereits bei der Routenplanung für die Reise sollte man kurvenreiche Straßen meiden. Wenn sich diese nicht umgehen lassen, sind die Kurven langsam zu fahren. Ebenfalls Übelkeit verursacht ein „sportlicher” Fahrstil mit oftmaligem Beschleunigen, ruckartigem Bremsen und häufigen Spurwechseln.

Ein besonderes Kapitel sind kleine Mitreisende. Nicht jedes Kind kann seine Übelkeit artikulieren. Deshalb sollte man Kinder aufmerksam beobachten und gegebenenfalls die Fahrt unterbrechen. Anzeichen für Übelkeit können Gähnen, Blässe und Schweißausbrüche sein. Manche Kinder werden quengelig, andere klagen über Bauchweh.

Viele Kinder erbrechen allerdings scheinbar aus heiterem Himmel. Deshalb sollte man einen Vorrat an Plastiktüten oder eine verschließbare Plastikschüssel im Auto haben, empfiehlt der Mediziner.
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