Thrombosen vermeiden durch mehr Patienten-Wissen

Von: dpa
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Mainz. Von Thrombosen gefährdete Patienten wissen nach Einschätzung von Experten oft nicht genug über ihr Risiko.

Wer aber das Krankheitsbild kennt, kann besser vorbeugen. In einer nicht- repräsentativen Umfrage kommt die Thrombose-Initiative in Mainz zu dem Ergebnis, dass eine Mehrheit der mehr als 100 Befragten kaum die Anzeichen einer Thrombose oder Lungenembolie kennt (60 Prozent). Nur ein Drittel wurde vom Hausarzt auf eine mögliche Erkrankung hingewiesen, noch weniger erhielten vorher Informationen, wie sie einer Thrombose vorbeugen können (17 Prozent).

Den Angaben zufolge sterben in Deutschland täglich Menschen an einer Lungenembolie als Folge einer tiefen Beinvenenthrombose. Viele davon könnten durch Vorbeugung und frühzeitige Behandlung gerettet werden. Am einfachsten vermeiden lässt sich eine Thrombose mit einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme, viel Bewegung und möglichst kurzen inaktiven Phasen zum Beispiel nach Krankheiten. Daneben gibt es auch Medikamente zur Prophylaxe.

Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel und verschließt ganz oder teilweise ein Gefäß im Bein. Der Betroffene bemerkt nicht immer etwas davon. Blutstauungen und geschwollenes Gewebe sind mögliche Folgen, auch kann sich ein Teil des Gerinnsel lösen und bis in die Lunge wandern. Dieser verschließt eventuell einige Lungengefäße und löst damit eine Embolie aus. Anzeichen hierfür sind Brustschmerzen und Atemnot. Begründet wurde die Thrombose-Initiative unter anderem von einem Mediziner des Universitätsklinikums Essen.

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