Dallas - Test der Rückenmarksflüssigkeit kann Alzheimer vorhersagen

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Test der Rückenmarksflüssigkeit kann Alzheimer vorhersagen

Von: ddp
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Dallas. Drei typische Substanzen in der Rückenmarksflüssigkeit können Frühstadien von Alzheimer anzeigen. Der Fortschritt einer Demenz steht im direkten Zusammenhang mit dem Gehalt dieser sogenannten Biomarker in der Flüssigkeit, haben amerikanische Forscher beobachtet.

Früherkennung ist bei Alzheimer wichtig, um rechtzeitig mit der Behandlung beginnen zu können. Durch die Biomarker kann schon eine leichte Demenz erkannt und deren weitere Entwicklung vorhergesagt werden, beobachteten Barbara Snider von der Washington University in St. Louis und ihre Kollegen. Die Wissenschaftler berichten über ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Archives of Neurology” (Bd. 66, S. 638).

Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie 49 Patienten, bei denen eine leichte Demenz diagnostiziert worden war. Sie entnahmen den Patienten Rückenmarksflüssigkeit aus dem Lendenwirbelbereich und analysierten diese. Die Patienten wurden nach durchschnittlich dreieinhalb Jahren erneut untersucht, wobei die Wissenschaftler auch das Fortschreiten der Demenz ermittelten.

Besonderes Augenmerk legten die Forscher auf drei Biomarker, ein Peptid - das sogenannte Amyloid-beta-42 - und zwei bestimmte Proteine: das Tau-Protein und ein diesem sehr ähnliches Eiweiß. Je weniger von dem Peptid und je mehr von den beiden Proteinen in der Flüssigkeit vorhanden war, desto schneller schritt die Demenz bei den Patienten fort.

Durch die Biomarker könnten gerade auch die Frühstadien von Alzheimer erkannt und das Fortschreiten der Demenz vorhergesagt werden, glauben die Forscher. Dadurch könnten Patienten eher und damit erfolgreicher behandelt werden.

Eine Studie mit mehr Teilnehmern müsste jedoch zunächst die Grenzwerte der Biomarker genauer ausloten, um den Verlauf der Krankheit sicherer vorhersehen zu können, schreibt das Team um Snider.
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