Studie: Viele Krankenversicherte gehen nicht regelmäßig zum Zahnarzt

Von: dapd
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Berlin. Viele Krankenversicherte gehen nicht regelmäßig zum Zahnarzt. Rund 30 Prozent der Bevölkerung hat innerhalb eines Jahres gar keinen Kontakt zu einem Zahnarzt, wie der am Dienstag in Berlin vorgestellte Zahnreport 2011 der Krankenkasse Barmer GEK ergab.

Der jährliche Zahnarztbesuch sollte eigentlich selbstverständlich sein, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Rolf-Ulrich Schlenker.

Ungesunde Zähne seien gerade in sozial schwachen Verhältnissen häufig, obwohl die Zahnversorgung in Deutschland gut sei, sagte er. Der Untersuchung zufolge besuchen die Deutschen im Schnitt zwei Mal pro Jahr eine Zahnarztpraxis. Demgegenüber stehen sieben Behandlungen beim Allgemeinmediziner. Etwa die Hälfte der Gesamtbevölkerung nimmt mindestens einmal pro Jahr ein Vorsorgebehandlung in Anspruch, wie die Studie weiter ergab. Im internationalen Vergleich liege Deutschland damit im Mittelfeld.

Schlenker forderte einen Ausbau der Vorsorge durch Gruppenprophylaxe in Kindergärten und Schulen. Dies würde zu einem stärkeren Bewusstsein für Zahngesundheit beitragen - gerade auch bei Kindern, „deren Eltern nicht so für sie sorgen können, wie es wünschenswert wäre”.

Dem Zahnreport liegen Daten von mehr als acht Millionen Versicherten der ehemaligen gesetzlichen Krankenkassen Barmer und GEK aus dem Jahre 2009 zugrunde. Zum 1. Januar 2010 schlossen sich die Barmer und GEK zur größten gesetzlichen Krankenkasse zusammen.

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