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Starker Reizhusten kann zu Erbrechen führen

Von: dpa
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Köln. Ein Hustenreiz ist ein gesunder Reflex, der dem Körper hilft, die Atemwege frei zu halten.

„Der Hustenreflex erzeugt einen starken Luftstoß, mit dem der Körper versucht, das Sekret und die Erreger in den Atemwegen aus dem Körper herauszuschleudern”, erklärt Ulrich Fegeler vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln. Vor allem bei kleinen Kindern könnten Hustenattacken zum Würgen führen, was nicht selten ein Erbrechen nach sich ziehe. Der Schließmechanismus zwischen Magen und Speiseröhre sei bei ihnen noch nicht voll ausgebildet.

Um Kindern die Produktion und das Abhusten des Schleims zu erleichtern, sollten Eltern ihnen viel zu trinken geben und - wenn möglich - regelmäßig physiologische Kochsalzlösung inhalieren lassen. Den Kopf oder den Oberkörper hochzulagern erleichtere das Atmen.

„Jede Art von länger anhaltendem Husten sollte aber der Kinder- und Jugendarzt abklären. Denn hinter einem Husten können sich zum Beispiel auch eine Allergie, Asthma, ein eingeatmeter Fremdkörper oder ein so genannter Pseudokrupp-Husten verbergen”, erklärt der Kinder- und Jugendarzt.

Bei starkem oder anfallsartigem Husten mit Erbrechen über einen längeren Zeitraum müsse auch an einen Keuchhusten gedacht werden. Keuchhusten sei besonders für Säuglinge gefährlich und unter Umständen sogar lebensbedrohlich. Um dies zu verhindern, sollte bei Babys zum frühestmöglichen Zeitpunkt mit der Grundimmunisierung gegen Keuchhusten begonnen werden. Auffrischimpfungen sollten Kinder dann mit 5 bis 6 Jahren und mit 9 bis 17 Jahren erhalten.

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