Baden-Baden - Schwitzige Hände deuten auf Fehlregulierung des Nervensystems hin

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Schwitzige Hände deuten auf Fehlregulierung des Nervensystems hin

Von: ddp
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Baden-Baden. Wer häufig schwitzige Hände hat, dem sind Begrüßungen per Handschlag meist unangenehm. Bei festlichen Anlässen oder im Berufsleben kann dies schnell zum Problem werden.

Hinter der übermäßigen Schweißproduktion steckt in der Regel keine gesteigerte Körperhitze, sondern eine Störung des vegetativen Nervensystems, wie der Hautarzt Dirk Meyer-Rogge vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen erläutert.

Fast alle Menschen neigten bei Aufregung oder Nervosität zum Schwitzen. Patienten mit schwitzigen Händen befänden sich aufgrund einer Fehlregulierung des Nervensystems häufiger in einem solchen Reizzustand.

Behandelt werden kann das belastende Leiden laut Meyer-Rogge unter anderem mit speziellen Anti-Schwitz-Lösungen. „Diese Mittel enthalten Aluminiumsalze, die die Schweißdrüsen verstopfen”, erklärt der Dermatologe.

Allerdings verursache diese Behandlung oft Hautreizungen und eigne sich deshalb nicht für eine langfristige Anwendung. Als Alternative biete sich eine sogenannte Leitungswasser-Iontophorese an, bei der die Schweißdrüsen mit Hilfe leichter elektrischer Reize gelähmt würden.

Überdies können nach Angaben des Hautexperten Medikamente zur Nervenberuhigung verschrieben werden. Die nachhaltigste Wirkung zeigten jedoch Spritzen mit Botulinumtoxin, das in die Hände injiziert werde, sagt Meyer-Rogge.

Für einen Zeitraum von etwa sechs Monaten werde auf diese Weise die nervliche Steuerung der Schweißdrüsen blockiert. Da die Behandlung sehr schmerzhaft sei, könne sie nur unter Betäubung vorgenommen werden. Die Kosten von rund 500 Euro pro Behandlung müssten die Patienten zudem selber tragen.
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