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Schauerwetter ab Wochenende bringt Allergikern Erleichterung

Von: ddp
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Pollenalergie
In Deutschland leiden 30 Millionen Menschen an Allergien verschiedenster Formen. Ursächlich dafür sind mikroskopisch kleine Pollen, Staub in der Luft, Schimmelpilze, Milben, Tierhaare, Nahrungsmittel und vieles mehr. Foto: dpa

Freiburg. Allergiker können sich über das für die nächsten Tage angekündigte Schauerwetter freuen: Regen und niedrigere Temperaturen schwächten den derzeit starken Flug von Hasel- und Erlenpollen und bringen eine leichte Entspannung, sagte Christina Koppe, Medizin-Meteorologin beim Deutschen Wetterdienst (DWD), der Nachrichtenagentur ddp in Freiburg.

Arg betroffen seien derzeit Allergiker nördlich des Mains: In Mitteldeutschland, dem Norden und vor allem Berlin sei der Erlenpollenflug besonders stark.

Der kalte Winter sei für Betroffene von Vorteil gewesen, sagte Koppe. Im vergangenen Jahr habe die Haselblüte Anfang Februar eingesetzt, vor zwei Jahren bereits Mitte Januar. 2007 hätten die Haseln bereits an Neujahr zu blühen begonnen.

Keine Schonzeit gebe es hingegen für alle, die allergisch auf Birkenpollen reagierten. Der Laubbaum blühe ab Anfang April. „Allergiker dürften nach Ostern mit ersten Beschwerden rechnen”, sagte Koppe. Der Medizin-Meteorologin zufolge reagieren rund zwölf Prozent der Menschen in Deutschland allergisch auf Pollen, Tendenz steigend.

Der Deutsche Wetterdienst erstellt gemeinsam mit der „Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst” Vorhersagen zum Flug der sieben Blütenpollen, unter denen etwa 95 Prozent der Pollenallergiker leiden: Hasel, Erle, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia.

Der Blühbeginn der Pflanzen in Mitteleuropa kann witterungsbedingt bis zu sechs Wochen schwanken. Die Konzentration der Pollen und ihr Transport hängt zudem entscheidend vom aktuellen Wetter ab. Der Polleninformationsdienst soll Patienten helfen, Medikamente gezielter einzusetzen und seine Selbsteinschätzung zu erleichtern.
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