Bielefeld - Sauerkrautsaft hilft als sanftes Abführmittel bei Verstopfung

Sauerkrautsaft hilft als sanftes Abführmittel bei Verstopfung

Von: dapd
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Bielefeld. Auch wenn nur selten darüber gesprochen wird: Ein regelmäßiger Stuhlgang ist für viele Menschen ein wichtiger Faktor fürs Wohlbefinden.

Verstopfung erlebt man als sehr unangenehm und viele greifen deshalb zur Abführpille. Oftmals voreilig: „Zunächst einmal sollte man wissen, dass den Stuhlgang betreffend alles zwischen dreimal täglich und einmal alle drei Tage als normal gilt”, erklärt Siegfried Heuer vom Bundesverband Gastroenterologie. „Von Verstopfung spricht man erst, wenn der Stuhl seltener als alle drei Tage auftritt, dadurch starkes Unwohlsein verursacht und zudem die Konsistenz des Stuhls verändert ist.”

Vorbeugen kann man, indem man genügend Ballaststoffe in Form von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse zu sich nimmt sowie ausreichend trinkt - über den Tag verteilt möglichst an die zwei Liter. „Auch regelmäßige Bewegung und feste Essenszeiten tragen zu einer geregelten Verdauung bei”, erläutert der Bielefelder Gastroenterologe. Wichtig sei auch, den Stuhlgang nicht zu unterdrücken, etwa weil gerade viel zu tun sei.

Tritt trotzdem eine Verstopfung auf, sollten Menschen über 40 Jahren zunächst einmal vom Gastroenterologen klären lassen, ob die Veränderung organische Ursachen hat, rät Heuer. Sei dies nicht der Fall, könne der Arzt beispielsweise Flohsamenpulver verschreiben, ein pflanzliches Produkt, das sehr ballaststoffreich ist, extrem viel Wasser binden kann und dadurch eine leicht schleimige, die Verdauung unterstützende Konsistenz annimmt.

„Zu synthetischen Abführmitteln sollte nur im Ausnahmefall und nur nach Absprache mit dem Arzt gegriffen werden”, empfiehlt der Mediziner. Sauerkrautsaft und Trockenfrüchte sind seiner Ansicht nach hingegen durchaus zur Selbstmedikation geeignet. Sie sollten jedoch mit Vorsicht genossen werden, damit die Verstopfung nicht versehentlich ins Gegenteil umschlägt.
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