Köln - Rote Hautflecken können auf Gefäßentzündung hinweisen

Rote Hautflecken können auf Gefäßentzündung hinweisen

Von: dpa
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Köln. Rote Hautflecken können bei Kindern auf eine Gefäßentzündung hinweisen.

Die stecknadel- bis münzgroßen Flecken erscheinen vor allem auf den Streckseiten der Beine oder Arme und am Gesäß, sagt Ulrich Fegeler vom Berufsverband Kinder- und Jugendärzte in Köln. Sie können in unterschiedlichem zeitlichen Abstand nach einfachen Infekten, aber auch nach einer Grippe oder der Einnahme von Medikamenten auftreten. „Bei der sogenannten Purpura Schönlein-Henoch lagern sich Antikörper in den Gefäßwänden ab und lösen dort eine entzündliche Reaktion in den kleinen Blutgefäßen der Haut aus, die dann für Blutserum und rote Blutkörperchen durchlässig werden”, erläutert der Kinderarzt.

Die betroffenen Stellen sind anfangs meist etwas erhaben, das ausgetretene Blut ist dunkelrot. Die Flecken lassen sich nicht wegdrücken. „Auch wenn dieser Ausschlag nicht ansteckend ist, sollten Eltern mit ihrem Kind ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen, denn in manchen Fällen kann sich die Gefäßentzündung auf andere Organe wie Darm und Nieren ausdehnen”, sagt Fegeler.

Da die Purpura Schönlein-Henoch meist auf Erkrankungen des Winters folgt, beobachten Eltern diese Erscheinung bei ihren Kindern vorwiegend gegen Ende des Winters oder im Frühjahr. Neben dem Ausschlag können Fieber, geschwollene sowie schmerzende Gelenke und manchmal auch Bauchkrämpfe auftreten. „Blut im Stuhl oder im Urin sind Warnzeichen für die Beteiligung von Nieren oder Darm, doch dies kann bei geringen Mengen für den Laien nicht sichtbar sein”, erklärt Fegeler.

Wenn Gefäße der Nieren mitentzündet sind, muss ein Kind eventuell Medikamente einnehmen und zu regelmäßigen Nachkontrollen gehen, um einem chronischen Verlauf vorzubeugen. In den meisten Fällen heilt die Erkrankung aber nach etwa einem Monat aus.

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