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Rauchentwöhnung nicht nur mit Nikotinersatzmitteln

Von: dpa
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Mundhöhlenkrebs, Zahnfleischschwund und Zahnverlust kommt bei Rauchern häufiger vor als bei Menschen, die nicht zur Zigarette greifen. Foto: Lukas Barth/ ddp

<b<Berlin.</b> Mit dem Rauchen aufzuhören, ist einer der häufigsten Neujahrsvorsätze. „Jeder weiß, dass Rauchen ungesund ist, und so gut wie jeder Raucher hat schon mal versucht, damit aufzuhören.

Das fällt aber vielen schwer, weil Nikotin körperlich abhängig macht”, sagt Andreas Kiefer von der Bundesapothekerkammer in Berlin. Rezeptfreie Arzneimittel mit Nikotin können bei der Entwöhnung helfen. Sie reichen aber nicht aus, um vom Glimmstängel dauerhaft weg zu kommen.

Ist das Rauchen an bestimmte Situationen gekoppelt, etwa nach dem Essen, sollte man neue Rituale finden, zum Beispiel nach dem Essen die Zähne putzen. Ist das Verlangen nach der Zigarette an Schlüsselreize wie Kaffee gebunden, hilft es, in der ersten Zeit auf ein anderes Getränk umzusteigen. Wird das akute Verlangen zu groß, helfen drei „A-Tipps”. Erstens: aufschieben und zehnmal tief durchatmen. Ausweichen, zum Beispiel den Raucherbereich im Bahnhof meiden. Drittens: Ablenken, zum Beispiel jemanden anrufen. Statt einer Zigarette kann man auch einen Lutscher in den Mund nehmen.

Beim Rauchen wird durch Nikotin das Belohnungszentrum im Gehirn innerhalb weniger Sekunden aktiviert. Der Raucher fühlt sich kurzzeitig wacher und gleichzeitig entspannt. Aber nach einiger Zeit entsteht eine körperliche Abhängigkeit: Ohne die regelmäßige Dosis Nikotin entstehen Entzugssymptome wie Unruhe oder Reizbarkeit. Um diesen unangenehmen Empfindungen aus dem Weg zu gehen, stecken sich viele Aufhörwillige dann die nächste Zigarette an. Die rezeptfreien Nikotinersatzmittel können die körperlichen Entzugssymptome mildern. „Sie sind nur für eine Übergangszeit gedacht”, sagt Kiefer. Je nach Rauchverhalten sind verschiedene Arzneiformen wie Kaugummis, Tabletten, Pflaster oder Inhaler geeignet.

Kaugummis bieten sich vor allem für Raucher an, die zu bestimmten Gelegenheiten geraucht haben. Sie werden langsam gekaut, bis ein pfeffriger Geschmack im Mund entsteht. Anschließend werden sie in der Wangentasche geparkt, bis der Geschmack nachlässt. Dieser Wechsel wird eine halbe Stunde lang wiederholt. Nikotinpflaster eignen sich eher für Raucher, die regelmäßig über den ganzen Tag geraucht haben. Die Pflaster sorgen für eine konstante Nikotinkonzentration im Blut, sie werden je nach Präparat nach 16 bis 24 Stunden entfernt.

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