Rauchen erhöht Ansteckungsgefahr mit Tuberkulose

Von: dpa
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Rauchen erhöht die Ansteckungsgefahr mit Tuberkulose. Foto: ddp

Werne. Rauchen erhöht die Gefahr, sich mit Tuberkulose anzustecken. Wer Zigarettenrauch inhaliert, setzt die Reinigungsfunktion der Flimmerhärchen in seiner Atemwegsschleimhaut außer Gefecht.

Das verringere die Abwehrkraft bei Infektionen zum Beispiel mit dem Erreger von Tuberkulose, den sogenannten Mycobakterien, erläutern die Lungenärzte der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Werne (Nordrhein-Westfalen).

Raucher haben demnach im Vergleich zu Nichtrauchern ein um das 1,7-fache erhöhte Risiko, sich beim Kontakt mit Tuberkulose-Kranken zu infizieren. Und die Gefahr, nach einer Ansteckung auch tatsächlich zu erkranken, ist um das 2,2- bis 2,7-fache höher.

Anlässlich des Welt-Tuberkulose-Tags am 24. März weisen die Experten darauf hin, dass das Risiko mit jeder Zigarette mehr noch weiter steigt. In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 6000 Menschen neu an Tuberkulose. Mit weltweit 100 Millionen Neuansteckungen und zwei bis drei Millionen Todesopfern pro Jahr zählt sie zu den häufigsten Infektionskrankheit neben Malaria und HIV.

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