Psychiatriegesellschaft gegen Käfigkämpfe

Von: dpa
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Aachen. Die in Köln geplanten Käfigkämpfe leisten nach Ansicht der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) der Verharmlosung von Gewalt Vorschub.

Gemeinsam mit anderen Verbänden beklagte die DGPPN am Mittwoch in Aachen, dass die öffentliche Darstellung von Gewalt in Form von Computerspielen und in Filmen schon lange ein sehr bedenkliches Ausmaß erreicht habe.

„Als Live-Darstellung verleiht Ultimate Fighting diesem Trend nun eine neue Dimension, indem Brutalität in die Nähe tolerabler Verhaltensnormen gerückt sowie körperliche Aggressivität und die Inszenierung von Gewalt durch Kampf als quasi heroisches Handeln stilisiert werden”, heißt es in der gemeinsamen Erklärung der DGPPN, der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN).

Bei den auch „Mixed Martial Arts” oder „Freefight” genannten Kämpfen prügeln jeweils zwei Kontrahenten ohne jegliche Schutzkleidung in einem Stahlkäfig aufeinander ein. Die Kämpfe werden in Amerika seit 1993 von der Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC) ausgetragen und sollen ihre Deutschland- Premiere in großem Rahmen am 13. Juni in der Kölner Lanxess-Arena haben.

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