Private Unfallversicherung auf Zeckenschutz prüfen lassen

Von: dpa
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Ein Biss, der Folgen haben kann: Zecken können Borreliose übertragen, die sich in Gelenkentzündungen, Lähmungserscheinungen oder Gehirnhautentzündung äußert. Immer mehr Unfallversicherungen haben in den vergangenen Jahren den Schutz vor Folgeschäden dieser Infektion in ihre Verträge aufgenommen. Foto: ddp

Hamburg. Wer eine private Unfallversicherung hat, prüft besser, ob sie ihn auch gegen die Folgen von Zeckenbissen schützt. In den vergangenen fünf Jahren hätten Versicherer vermehrt den Schutz für Folgeschäden einer solchen Infektion in die Verträge aufgenommen, sagte Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt- Ulzburg bei Hamburg dem dpa-Themendienst.

Versicherte sollten die Konditionen ihrer Verträge auf Aktualität hin überprüfen lassen und gegebenenfalls erneuern - „selbst, wenn man dann mehr zahlen muss”, rät Rudnik. Denn der zusätzliche Schutz gegen Invalidität nach einem Zeckenbiss sei sinnvoll.

Zecken können die sogenannte Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) oder Borreliose übertragen. Letztere kann sich mit Gelenkentzündungen, Lähmungserscheinungen, Nervenschmerzen oder Gehirnhautentzündung äußern.

Ein Anspruch auf Invalidität nach einem Zeckenbiss müsse durch ein ärztliches Gutachten nachgewiesen werden, sagte Rudnik. Das sei in manchen Fällen allerdings schwer, da Borreliose auch erst Jahre später auftreten könne. Die Invalidität müsse für die Wahrnehmung der Ansprüche aber innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten sein und spätestens nach weiteren drei Monaten nachgewiesen werden.

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