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Pfefferminzöl beruhigt den Reizdarm

Von: dpa
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Pfefferminze
Auszüge aus der Pfefferminze helfen bei Magen-Darm-Krämpfen ebenso wie bei Kopfschmerzen. Foto: dpa

Würzburg. Als Tee oder im Kaugummi ist Pfefferminze weithin bekannt. „Sie ist aber auch eine sehr wirkungsvolle und relativ junge Arzneipflanze”, sagt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

Erstmals sei diese Minze-Art im Jahr 1696 von einem britischen Biologen beschrieben worden, der sie wegen ihres scharfen Geschmacks „Peppermint” nannte.

Die Blätter der verschiedenen Sorten der Pfefferminze werden entweder für Tees aufbereitet oder sie bilden das Ausgangsmaterial für eine Reihe von weiteren Arzneimitteln. „Besondere Blattextrakte verschiedener Herstellungsverfahren sind die Grundlage für Dragees und Tabletten”, sagt Mayer.

Wissenschaftlich gesicherte Anwendungsgebiete sind Mayer zufolge krampfartige Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie der Gallenblase und der Gallenwege. Das Öl der Pfefferminze in magensaftresistenten Kapseln oder Dragees sei das einzige Mittel, das bei allen Beschwerden des Reizdarms wirksam ist. In der Erfahrungsheilkunde werde Pfefferminzöl außerdem auch bei Kopfschmerzen und zur Beruhigung genutzt.

Bei innerer Anwendung wirken die Blätter vor allem krampflösend, verdauungsfördernd und gallenflußfördernd. Vermutlich haben sie auch eine antibakterielle, antivirale und schmerzstillende Wirkung. „Für diese Effekte ist wohl vorwiegend, aber nicht ausschließlich das ätherische Öl mit seinen Hauptkomponenten Menthol, Methylacetat, Menthon und Menthofuran verantwortlich”, erläutert der Experte. Äußerlich werden Zubereitungen, die Pfefferminzöl enthalten, zum Inhalieren oder Einreiben sowie als Badezusatz verwendet.

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