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Neue Methode erkennt Herzinfarkt-Gefahr besser

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Essen. Eine neue Untersuchungsmethode, mit der das Herzinfarkt-Risiko besser abgeschätzt werden kann, haben Essener Mediziner im Rahmen einer Langzeitstudie mit 4800 Teilnehmern erfolgreich erprobt.

Bei der Methode werden mit Hilfe eines sogenannten Elektronenstrahl-Tomographen (EBCT) Verkalkungen von Herz-Gefäßwänden mit hoher Genauigkeit gemessen, teilte die Universitätsklinik Essen am Mittwoch mit. Zusammen mit den herkömmlichen Kriterien bei einer Vorsorgeuntersuchung konnte die Einstufung in eine Risikogruppe bei den Studienteilnehmern nun sehr viel genauer erfolgen.

„Diese zusätzliche Untersuchung der Koronarverkalkung kommt vor allem Patienten in der mittleren Risikogruppe zu Gute, denn ein hoher Verkalkungsgrad kann anzeigen, dass ein akutes Ereignis droht”, sagte der Direktor des Westdeutschen Herzzentrums an der Klinik, Prof. Raimund Erbel laut der Mitteilung.

Personen mit einer starken Verkalkung könnten dann mit entsprechenden Medikamenten versorgt werden, während man Menschen mit einem niedrigen Verkalkungsgrad eine Änderung ihres Lebensstils nahe lege. Eine Ausweitung der Vorsorgeuntersuchung mit dem EBCT könne künftig sehr vielen Menschen das Leben retten, betonte Erbel. Eine Verkalkung der Herzkranzgefäße lasse sich sehr viel früher nachweisen als andere Symptome, die auf ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hindeuten.

Die „Heinz Nixdorf Recall Studie” läuft seit dem Jahr 2000. An ihr nehmen 4814 zufällig ausgewählte Männer und Frauen im Alter zwischen 45 und 75 Jahren aus Essen, Mülheim/Ruhr und Bochum teil. Seit fast zehn Jahren werden sie regelmäßig medizinisch untersucht, um Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten zu erforschen.
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