Dortmund - Neue Assistentinnen sollen Hausärzte entlasten

Neue Assistentinnen sollen Hausärzte entlasten

Von: dpa
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Dortmund. Angesichts des Medizinermangels sollen speziell ausgebildete Helferinnen in Nordrhein-Westfalen Haus- und Fachärzte von Routineaufgaben entlasten. Dadurch sollen Patienten auch Praxisbesuche erspart bleiben.

Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt (Wochenend-Ausgabe). Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Westfalen-Lippe hat die Fortbildung für medizinische Fachangestellte bereits begonnen.

Die ersten sogenannten Entlastenden Versorgungsassistentinnen („Eva”) könnten ihre neuen Aufgaben in zwei Jahren in Angriff nehmen, sagte KV-Sprecher Andreas Daniel dem Westfalen-Blatt. Es gebe 150 Interessentinnen. Im Bereich der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein werden in zwei Kursen 63 Helferinnen ausgebildet.

Die Praxishelferinnen würden Patienten zum Beispiel bei der Ernährung beraten, häusliche Betreuung übernehmen, mit den Patienten zu Hause medizinische Übungen durchführen, den Impfstatus überprüfen und Verbände wechseln, sagte Daniel. Solange sich der Arzt bei einem Diabetiker mit Fußgeschwüren regelmäßig persönlich vergewissere, dass alles in Ordnung sei, könne er die Wundversorgung und den Verbandswechsel auch von der Praxishelferin bei einem Hausbesuch erledigen lassen.

Dem Zeitungsbericht zufolge sind in Badem-Württemberg bereits 500 solcher Helferinnen im Einsatz. Sie wurden vom Deutschen Hausärzteverband ausgebildet und dort auf den Namen „Verah” (Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis) getauft.

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