Nächtliche Wadenkrämpfe können ein Zeichen von Überlastung sein

Von: dapd
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Lindlar. Nachts mit krampfenden Waden aufzuwachen, ist unangenehm, sehr schmerzhaft - und löst bei manchem Besorgnis aus.

„Betroffene stellen sich natürlich die Frage, wie es im entspannten Schlaf überhaupt dazu kommen kann”, sagt Thomas Assmann vom Deutschen Hausärzteverband.

Die Erklärung ist: Während der Körper friedlich schlummert, arbeitet das Gehirn auf Hochtouren. „In den Träumen passieren viele Dinge, die auch die Abläufe des Körpers beeinflussen”, erklärt der niedergelassene Hausarzt aus Lindlar. Wer zum Beispiel im Traum vor Gefahren flüchte oder ganz schnell loslaufen müsse, bewege auch den Körper im Bett. „Genauso kann sich eine starke innere Anspannung auf die Muskulatur auswirken und zu Krämpfen führen.” Wer häufig wegen solcher Muskelschmerzen erwache, sollte sich zunächst fragen, ob Stress dahinter stecken kann.

Der nächtliche Wadenkrampf ist möglicherweise aber auch ein Hinweis auf Magnesiummangel. „Wer häufiger davon betroffen ist, kann dreimal täglich 500 Milligramm Magnesium einnehmen”, empfiehlt der Hausarzt. Auch eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiger Schlaf können helfen, die Symptome zu lindern. „Wenn das alles aber nicht hilft und die Krämpfe weiterhin auftreten, müssen beim Arzt die Ursachen abgeklärt werden.” So könne in seltenen Fällen hinter Dauerkrämpfen auch eine Durchblutungsstörung oder eine Nervenerkrankung stecken.

Als unmittelbare Therapie beim Krampf empfiehlt Assmann, die Zehen zu fassen und Richtung Schienbein zu ziehen. Außerdem könne man mit einer Massage die Muskulatur lockern. Auch warme Umschläge oder heißes Abduschen lockern die verhärtete Muskulatur.
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