Nackenverspannungen sind häufig die Folge von Fehlhaltungen

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Hamburg/Berlin. Wer abends unter einem verspannten Nacken leidet, Kopfschmerzen hat oder sich steif an Hals und Schultern fühlt, sollte seine täglichen Sitzgewohnheiten überprüfen.

„In den meisten Fällen steckt eine falsche Körperhaltung hinter den Verspannungen”, sagt Miriam Ortiz, Ärztin für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Besonders Büroangestellte sitzen oft stundenlang mit krummem Rücken auf ihren Drehstühlen.

„Aber auch Stress, Angst oder Kälte können zu den Beschwerden führen”, sagt Ortiz. Denn gerade in angespannten Situationen neige man dazu, die Schultern anzuziehen, weiß die Expertin: „Der Schulterbereich funktioniert dann wie ein Schutzpanzer, man zieht sich zusammen.”

Wer häufig unter Verspannung leidet, sollte deshalb versuchen, öfter mal „loszulassen” und sich zu lockern. „Erste Maßnahmen sind natürlich die bewusste Einnahme einer aufrechten Haltung, aber auch kleine Übungen helfen sehr effektiv”, sagt Ortiz. Das vorsichtige Drehen des Kopfes nach links und rechts oder auch eine kreisende Auf- und Ab-Bewegung der Schultern sorgten für Linderung .

„Diese Übungen können auch immer wieder zwischendurch am Schreibtisch gemacht werden, um den Verspannungen vorzubeugen.” Wer helfende Hände in der Nähe hat, zum Beispiel vom Partner oder von einer Freundin, kann auch durch eine sanfte Nackenmassage oder leichtes Klopfen auf die schmerzenden Stellen Erleichterung bekommen.

„Sehr effektiv ist Wärme für die Vorbeugung und Behandlung von Nackenschmerzen”, ergänzt die Expertin. Besonders jetzt, wenn kältere Temperaturen oder Zugluft die Beschwerden auslösen oder verstärken können, sollte die Nackenregion durch adäquate Kleidung vor Kälte geschützt werden, zum Beispiel durch einen warmen Schal um den Hals. „Schnelle Linderung im Büro schenken erwärmte Kirschkernkissen, zu Hause können es auch heiß-warme Nackenduschen oder eine richtig warme Moorpackung sein.” Wenn keine Besserung eintritt, sollte aber ein Arzt hinzugezogen werden, um andere therapeutische oder diagnostische Maßnahmen zu erwägen.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert