Köln - Nackenschmerzen vorbeugen: Sitzposition öfters wechseln

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Nackenschmerzen vorbeugen: Sitzposition öfters wechseln

Von: dpa
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Verspannungen entstehen oft dadurch, dass Berufstätige stundenlang in derselben Position auf ihrem Stuhl sitzen. Das führt schnell zu Schmerzen in der Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur. Foto: Andreas Altwein/ddp

Köln. Verspannungen entstehen oft dadurch, dass Berufstätige stundenlang in derselben Position auf ihrem Stuhl sitzen. Das führt schnell zu Schmerzen in der Rücken-, Schulter- und Nackenmuskulatur.

Um dem vorzubeugen und mehr Bewegung in den Alltag zu bringen, sollten Berufstätige die Sitzposition häufig wechseln und öfters einmal aufstehen.

Das rät Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Die Muskeln werden sonst durch das Sitzen geschwächt, wenn sie dauerhaft auf dieselbe Weise angespannt werden. Eine schwache Muskulatur wiederum führt dazu, dass die Gelenke ungünstig belastet werden. Vor allem Hals- und Nackenwirbel würden so nicht ausreichend stabilisiert.

Mehr Bewegung bekommen Berufstätige zum Beispiel, in dem sie für ein Gespräch den Arbeitskollegen persönlich aufsuchen, statt ihn anzurufen. Und nimmt man die Treppen statt des Aufzugs oder telefoniert im Stehen, beugt auch das Verspannungen vor.

Wer sich dagegen auch in seiner Freizeit so wenig wie möglich bewegt, verbraucht häufig zu wenig Kalorien im Verhältnis zu der Menge, die er mit der Nahrung aufnimmt. Das kann Froböse zufolge zu einer Reihe ernster Erkrankungen wie Diabetes mellitus Typ 2 zur Folge haben, die aus Übergewicht und Adipositas (Fettleibigkeit) resultieren.

Auch das Herz-Kreislauf-System leide unter dem Bewegungsmangel, der den Herzmuskel schwächt. „Ein unzureichend gefordertes Herz-Kreislauf-System kann außerdem in Gefäßerkrankungen und Fettstoffwechselstörungen münden”, warnt Froböse.

„So entsteht eine Arteriosklerose, die gemeinsam mit Diabetes schließlich zu Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.” Wer das vermeiden will, sollte schleunigst den ermahnenden Ausdruck „Sitz still!” aus Kindertagen vergessen.

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