Buxtehude - Muttermale niemals mit dem Laser entfernen

Muttermale niemals mit dem Laser entfernen

Von: Annika Schulze, dapd
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Buxtehude. Muttermale sollten auf keinen Fall mit dem Laser entfernt werden. „Lasern bedeutet, ich weiß hinterher überhaupt nicht, was ich da weg gemacht habe”, sagte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP), Eckhard Breitbart, im dapd-Gespräch.

Eine Untersuchung des auf diese Weise entfernten Gewebes auf krankhafte Veränderungen sei nicht mehr möglich.

„Möglicherweise hat ein Melanom schon gestreut und der Krebs wuchert weiter, ohne dass er je festgestellt wurde”, sagte er. Dagegen werde bei einer chirurgischen Entfernung das Gewebe immer auf Krebszellen untersucht.

Warnung vor Sonnenbädern

Breitbart warnte anlässlich der Vorstellung einer neuen Präventionskampagne der Europäischen Hautkrebsstiftung in Berlin vor zu häufigen Sonnenbädern. „Wir operieren heute die Leute, die in den 1960er Jahren in Rimini oder Spanien am Strand gebraten haben”, sagte er. Auch die Warnung vor Solarien sei nicht zu unterschätzen. „Wer auch nur ein Mal pro Monat ins Solarium geht, hat ein um 75 Prozent erhöhtes Risiko, an einem Melanom zu erkranken”, sagte Breitbart. Dabei könnten diese Tumore überall entstehen und würden von den Patienten oft nicht mit der Sonne in Verbindung gebracht. „Ein paar Sonnenbrände auf dem Rücken können ein Melanom an der Fußsohle verursachen”, erklärte er.

Der Dermatologe riet, das alle zwei Jahre geltende Vorsorgeangebot ab dem 35. Lebensjahr anzunehmen und zudem den eigenen Körper aufmerksam zu beobachten. „Wenn ein Muttermal juckt oder brennt oder man das Gefühl hat, etwas stimmt einfach nicht, sollte man zum Arzt gehen”, sagte er. Ein Arzt finde in etwa der Hälfte dieser Fälle auch eine auffällige Hautstelle.
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