Mücken im Anflug: Wie man sich vor Stichen schützen kann

Von: ddp
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Mücke
Wenn man sie hört, ist es meist schon zu spät.

Neumarkt. Mücken und anderes Getier können einem laue Sommerabende gründlich vermiesen. Wenn man sich nur noch mit der Fliegenklatsche bewaffnet ins Freie wagt, bleibt die Gemütlichkeit schnell auf der Strecke. Dazu können schmerzende Stichwunden und juckende Quaddeln eine unangenehme Angelegenheit sein.

Welche Möglichkeiten es gibt, sich die blutsaugenden Plagegeister vom Leib zu halten, erläutert Margit Schlenk, Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesapothekerkammer aus Neumarkt.

Viele Menschen greifen zu Sprays oder Einreibelotionen, um sich vor Stichen zu schützen. Diese sogenannten Repellents enthalten entweder künstliche oder natürliche Wirkstoffe, deren Geruch die Insekten gleich im Anflug abwehren soll, wie Schlenk erklärt. Unter den chemischen Mitteln wirkten zum Beispiel solche mit Inhaltsstoffen wie DEET (Diethyltoluamid) oder Pyrethroiden sehr gut. Eine Untersuchung der „Stiftung Warentest” („test” 06/2004) stellte darüber hinaus dem Wirkstoff Icaridin (Bayrepel) ein gutes Zeugnis aus.

Natürliche Repellents enthalten nach Angaben der Apothekerin zumeist ätherische Öle. Die Wirkung von Mitteln mit Wirkstoffen wie Melisse, Zitrone oder Nelke halte jedoch nicht so lange an wie diejenige chemischer Mittel, sagt Schlenk. Auch in der „test”-Untersuchung schnitten die getesteten Mückenmittel auf Basis ätherischer Öle deutlich schlechter ab als jene mit chemischen Wirkstoffen.

Da sowohl chemische als auch natürliche Präparate bei empfindlichen Menschen Hautreizungen oder Juckreiz verursachen können, sollten sie möglichst dünn aufgetragen werden und nicht in Augen oder Mund gelangen. Angegriffene Hautpartien - etwa bei einem Sonnenbrand - dürften nicht eingerieben werden, sagt Schlenk. Nach dem Auftragen ist zudem Händewaschen ratsam. Kinder sollten außerdem nur speziell getestete Präparate verwenden, die auch zur Anwendung bei Kindern zugelassen seien, betont die Apothekerin.

Überdies empfiehlt sich, auf Körperhygiene und Kleidung zu achten. Denn sowohl Schweißgeruch als auch Parfüms mit süßlicher Note wirkten auf viele Insekten anziehend, warnt Schlenk. Wer langärmelige Kleidung trage, biete zudem nur geringe Angriffsflächen. Auf dem Balkon oder der Terasse könne dazu der leichte Luftzug eines Ventilators die stechenden Plagegeister fernhalten.
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