Lübeck - Mit Mittelohrentzündung besser nicht ins Flugzeug steigen

Mit Mittelohrentzündung besser nicht ins Flugzeug steigen

Von: dapd
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Lübeck. Ob Kurzstrecke von München nach Berlin oder Langstrecke in den Winterurlaub: Auch bei eisigen Temperaturen steigen Tag für Tag Tausende Menschen in den Flieger.

Prinzipiell kein Problem, doch gerade in der kalten Jahreszeit haben viele nicht nur mit Erkältungen, sondern gelegentlich auch mit Mittelohrentzündungen zu kämpfen. „In diesem Fall kann der ärztliche Rat nur lauten: Vermeiden Sie Flugreisen, wenn irgend möglich”, betont Doris Hartwig-Bade vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Durch die Entzündung sei die Belüftung des Ohrs oft stark beeinträchtigt: „Im Ohr eingeschlossene Luft dehnt sich durch den in großen Höhen geringeren Luftdruck stark aus und drückt auf das Trommelfell”, erklärt die Hals-Nasen-Ohren-Ärztin aus Lübeck: „Dadurch können starke Schmerzen sowie Gleichgewichtsstörungen auftreten und im schlimmsten Fall kann sogar das Trommelfell beschädigt werden.” Der Druckausgleich im Flugzeug genüge leider nicht, um dem vorzubeugen. Zwar könne man niemandem das Fliegen verbieten, doch bei einer akuten Entzündung sollten Betroffene lieber auf dem Boden bleiben, betont die Medizinerin.

Wenn die Infektion bereits auf dem Rückzug ist und sich ein Flug partout nicht vermeiden lässt, sollten sich die Betroffenen möglichst gut vorbereiten: „Vor und während des Fluges sollten abschwellende Nasentropfen verwendet werden, geringfügig können auch Ohrstöpsel und Kaugummikauen den Druckausgleich erleichtern”, sagt Hartwig-Bade. Für alle Fälle sollten die Erkrankten jedoch unbedingt Schmerzmittel zur Hand haben.

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