München - Mit gut trainiertem Gehirn lassen sich Alzheimer-Symptome bremsen

Mit gut trainiertem Gehirn lassen sich Alzheimer-Symptome bremsen

Von: ddp
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München. Eine höhere Schulbildung mildert die Auswirkungen der Demenzkrankheit Alzheimer -­ selbst wenn bereits eine deutliche Minderung des Hirnvolumens vorliegt. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern am Klinikum rechts der Isar der TU München.

Menschen mit einem trainierten, leistungsfähigen Gehirn könnten die Defizite durch die Erkrankung am besten ausgleichen, erklären die Forscher in einer Mitteilung des Klinikums.

Der Zusammenhang zwischen der Hirnschädigung durch Alzheimer und den daraus resultierenden Demenz-Symptomen ist häufig nur schwach: So gebe es sowohl Menschen mit einer weit fortgeschrittenen Hirnschädigung, die kaum Symptome zeigen, als auch Menschen mit geringer Hirnschädigung und stark ausgeprägten Symptomen, erläutert Robert Perneczky, federführender Autor der Studie.

Dieses Phänomen erklären Wissenschaftler damit, dass manche Menschen über eine große sogenannte Reservekapazität im Gehirn verfügten, mit denen sie die Symptome der Hirnschädigung teilweise ausgleichen könnten.

Eine höhere Schulbildung ist häufig mit einer solchen hohen Reservekapazität verbunden, wie bereits frühere Studien ergeben hatten. Auch zeigt die Erfahrung mit Alzheimerpatienten, dass Menschen mit ursprünglich hohen geistigen Fähigkeiten häufig weniger an den Symptomen der Krankheit leiden.

Diesen Zusammenhang konnten die Forscher nun auch mit detaillierten Messungen des Hirnvolumens belegen: Demnach hat die Schulbildung einen deutlichen Einfluss auf die Symptome, wenn das Hirnvolumen durch die Krankheit bereits messbar abgenommen hat. Ein gut trainiertes Gehirn könne daher die Auswirkungen der Krankheit bremsen, selbst wenn diese im Gehirn schon deutliche Spuren hinterlassen habe.
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