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Mit dem Laser gegen Altersweitsichtigkeit

Von: ddp
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Stuttgart. Altersweitsichtigkeit lässt sich in Zukunft möglicherweise ebenso gut mit dem Laser korrigieren, wie es heute schon bei Kurzsichtigkeit der Fall ist.

Das berichtet die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft in Stuttgart. Erste Experimente an lebenden Kaninchen sowie an den Augen verstorbener Menschen seien vielversprechend verlaufen. Ziel einer erfolgreichen Laseroperation sei es, die natürliche Flexibilität des Linsengewebes wiederherzustellen, die im Laufe des Alterungsprozesses oftmals verloren geht.

Die auch als Presbyopie bezeichnete Altersweitsichtigkeit tritt in der Regel ab dem 40. Lebensjahr auf: Nahe Ziele, etwa die Schrift in einem Buch, werden nur noch verschwommen wahrgenommen. Die Ursache ist eine fortschreitende Verhärtung des Linsengewebes, wodurch die Fähigkeit zur Scharfstellung in der Nähe verloren geht. Bislang ist eine operative Verbesserung lediglich durch Einsetzen einer Kunstlinse möglich, als nicht-operative Alternative bleibt nur eine Lesebrille.

Wissenschaftler forschen nun an einer weiteren Möglichkeit: Mit Hilfe des sogenannten Femtosekunden-Lasers sollen der Linse Mikroschnitte beigebracht und so die natürliche Flexibilität wiederhergestellt werden. Der Laser wird bereits standardmäßig zur Ablösung von Hornhautschichten bei Augenkrankheiten oder bestimmten Sehschärfekorrekturen eingesetzt.

Zwar betont die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft, die Forschung sei noch im experimentellen Stadium. Versuche an den Linsen von 40 Verstorbenen führten jedoch in zwei Drittel der Fälle zu einer gesteigerten Linsenflexibilität um bis zu 30 Prozent. Bei Kaninchen, an denen die neue Methode erprobt wurde, blichen die Mikroschnitte innerhalb weniger Monate weitgehend aus. Ob die letzten leichten Spuren die Sehqualität beeinflussen, ist allerdings noch unklar. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft zeigt sich optimistisch, verweist jedoch darauf, dass weitere umfassende Studien notwendig seien, bevor das Verfahren zum Einsatz kommen könne.
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