Masken und Jojobaöl: Im Sommer brauchen Haare besonders viel Pflege

Von: Manja Greß, dpa
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Den Haaren durch die Hitze helfen: Gerade gefärbte Haare müssen jetzt zusätzlich mit Nährstoffen versorgt Foto: dpa

Berlin/München. Sonnenstrahlen, Chlorwasser und Wind: Für die Haare bedeutet die Urlaubszeit alles andere als Entspannung. Sie trocknen aus, verlieren ihren Glanz und können sogar abbrechen. Mit der richtigen Pflege und ein paar Vorkehrungen lässt sich gestressten Haaren etwas Gutes tun und dem Austrocknen und Zerzausen entgegenwirken.

Alle Frauen sollten im Sommer regelmäßig zu besonderen Pflegeprodukten greifen. „Aber die mit gefärbten Haaren müssen noch mehr tun”, sagt Promi-Friseur Udo Walz aus Berlin. „Durch die Sonneneinstrahlung und das Salzwasser wird die ganze Farbe aus den Haaren gezogen. Sie werden porös und glanzlos.”

Sacha Schütte, Hair- und Make-up-Artist aus München, empfiehlt spezielle Haarmasken, die über einen gewissen Zeitraum einwirken müssen. „Die kann man auch gut am Strand verwenden. Zum Beispiel, wenn man sie einmassiert und dann die Haare zu einem Knoten dreht” - das gebe außerdem einen „schicken Strand-Look”.

Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure rät im Sommer zu milden Shampoos und Spezialprodukten für trockenes Haar: „Die geben ausgetrockneten Haaren wieder Feuchtigkeit”, erläutert der Friseurmeister aus Worms. Sogenannte klärende Shampoos spülen Chlorrückstände und Reste von Sonnenschutzprodukten heraus.

Und die Wirkung des Chlorwassers sollte nicht unterschätzt werden: „Gerade Blondinen haben oft das Problem, dass ihre Haare nach dem Baden in Chlorwasser einen Grünstich haben.” Dagegen helfe eine Spülung, für die einfach eine Aspirintablette in Wasser aufgelöst wird.

Blonde Haare seien ohnehin meistens sensibler und benötigen daher eine Extrapflege, sagt Schütte. Wer sein Blond gefärbt hat, kann es mit Farbshampoos wieder auffrischen und vor dem Ausbleichen schützen - das gelte aber auch für andere Farben. „Wer ein längeres Sonnenbad plant, sollte sich die Haare kurz vorher nicht färben”, warnt Dagné. Das könne dem Haar zusätzlich schaden. Weitere Pflege bringt ein Conditioner, der Nährstoffe zurückgibt. Schütte findet, Shampoo und Conditioner sollten grundsätzlich aufeinander abgestimmt sein.

Ansonsten gelte, das Haar nicht noch unnötig mehr zu strapazieren. Um ihm zum Beispiel durch ständiges Föhnen nicht noch zusätzlich Feuchtigkeit zu entziehen, rät Dagné, das Haar nach dem Waschen an der Luft trocknen zu lassen. Das sei nicht nur praktisch, sondern auch trendy: Im Sommer seien einfache Stylings gefragt, zum Beispiel geflochtene Zöpfe oder ein hochgesteckter Knoten. Außerdem könnten die Haare ruhig öfter offen getragen werden, damit sie durch das ständige Zusammenschnüren mit einem Zopfgummi nicht noch zusätzlich strapaziert werden.

Fön, Lockenstab und Glätteisen können deshalb ruhig für die nächsten Wochen ganz weit hinten im Schrank verschwinden. Und in den Urlaub müssen sie auch nicht unbedingt mit. „Lieber einmal in der Woche eine Haarmaske, die eine geschädigte Struktur wieder repariert”, empfiehlt Schütte. Inhaltsstoffe wie Shea-Öl und Aminosäuren wirken dem Experten zufolge besonders gut. Drei Esslöffel Essig, die in einen halben Liter lauwarmen Wasser vermischt werden, ergeben eine Spülung, die den Haaren neues Glanz verleiht.

Bei aller Fürsorge sollten die Haare aber nicht zu viel gepflegt werden. „Zwei Kuren in der Woche reichen aus”, sagt Walz. Die Haare verlieren sonst an Spannkraft und hängen schlaff herunter. Wichtig sei außerdem, die Haare nicht erst kurz vor dem bevorstehenden Urlaub auf die unter Umständen stärkere Sonneneinstrahlung und Pool-Wasser vorzubereiten. „Damit sollte man lieber schon vier Wochen vorher anfangen.” Dann sei das Haar für die bevorstehenden Strapazen gut präpariert.

Wer lange Haare hat, sollte ab und zu ein Spitzen-Serum verwenden, um Spliss vorzubeugen. Außerdem müssen die Spitzen immer wieder nachgeschnitten werden. Überhaupt sollte man vor dem Urlaub noch mal zum Friseur gehen und die Haare schneiden lassen, sagt Dagné. So würden die Spitzen stabiler. Er rät außerdem zu einem Guss lauwarmen und kalten Wassers nach dem Waschen - dann würden die Haare nicht strohig. Und lockige Haare würden mit speziellen Sprays, zum Beispiel mit Jojobaöl, in Form gehalten.

Nur gut behütet in die Sonne gehen

Wer seine Haare liebt, hat im Urlaubskoffer in jedem Fall eine passende Kopfbedeckung. Strohhüte und bunte Tücher für den Kopf sind in dieser Saison absolut im Trend und nehmen der Sonne, dem größten Feind der Haare, die Angriffsfläche. Vor allem, wer feines oder bereits geschädigtes Haar hat, sollte nur gut behütet an den Strand gehen.
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