Mainz - Männliche Inkontinenz kann erfolgreich behandelt werden

Männliche Inkontinenz kann erfolgreich behandelt werden

Von: dapd
Letzte Aktualisierung:

Mainz. Viele Männer leiden unter einer Inkontinenz, häufig als Folge einer Operation an der Prostata.

„Trotzdem ist männliche Inkontinenz ein Tabuthema”, beklagt Ulrich Betz, Einrichtungsleiter des Instituts für Physikalische Therapie, Rehabilitation und Prävention an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

„Operationen an der Prostata sind ein häufiger Eingriff bei Männern”, sagt der Experte. Bei den Eingriffen seien Verletzungen der Blasenschließmuskeln nicht zu umgehen, die in den ersten Wochen und Monaten bei den meisten Patienten zu Inkontinenz-Problemen führen. „Auch wenn die Verletzungen in der Regel leicht sind und gut abheilen, wirken sie sich auf die Urinkontrolle aus”, sagt Betz. „Mit der richtigen postoperativen Therapie kann diese vorübergehende Inkontinenz aber bei 95 von 100 Männern erfolgreich behandelt werden.”

Wichtig sei es jedoch, dass die Patienten selbst den Mut haben, auch mit ihrem Arzt offen darüber zu sprechen. Während bei Frauen das Thema Beckenbodentraining nach einer Geburt oder in den Wechseljahren mittlerweile ganz selbstverständlich sei, müssten Männer hier noch aufholen: „Auch Männer haben einen Beckenboden, den man gezielt trainieren und stärken kann.”

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