Lungenhochdruck wird unerkannt zur Lebensgefahr

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:

Werne. Unerkannter Lungenhochdruck kann lebensgefährlich werden. Oft sind die Anzeichen für die Krankheit aber sehr diffus.

Atemnot bei körperlicher Belastung, erhöhte Müdigkeit, Kreislaufprobleme - all diese Symptome können auch andere Ursachen haben. Helfen kann am Ende nur ein Arzt. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) hin. Je früher der Lungenhochdruck entdeckt wird, desto besser sind die Überlebenschancen der Patienten. Eine regelmäßige Untersuchung sei deshalb wichtig. Das gilt besonders für Risikogruppen wie Patienten mit Sklerodermie, einer rheumatischen Erkrankung.

Lungenhochdruck (pulmonale arterielle Hypertonie) ist eine Krankheit, bei der sich die Lungenarterien zunehmend verengen. Dadurch fließt das Blut schwerer, der Blutdruck erhöht sich. Das behindert auch die Sauerstoffversorgung im ganzen Körper. Das Herz pumpt gegen die engen Arterien an, ermüdet aber nach gewisser Zeit: Herzversagen droht.

Besonders Risikopatienten sollten deshalb ein- bis zweimal im Jahr einen Lungenfunktionstest machen, bei dem ein Arzt das Lungen- und Atemvolumen misst. Mit einem sogenannten Diffusionstest kann der Arzt außerdem prüfen, wie gut der Sauerstoffaustausch in der Lunge funktioniert.

Die Homepage wurde aktualisiert