München - Kritik an beliebten Erkältungsmitteln

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Kritik an beliebten Erkältungsmitteln

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München. Experten schließen ein Verbot weit verbreiteter Kombinations-Präparate gegen Erkältungen nicht aus.

Ein Vertreter des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) kündigte im Nachrichtenmagazin „Focus” an, Nutzen und Schaden der apothekenpflichtigen Substanzen neu zu bewerten. „Wir werden da noch drangehen”, sagte der zuständige Experte Ulrich Hagemann. „Bis zu einem Verbot ist alles möglich.”

Als bedenklich beurteilte Hagemann insbesondere Kombinations-Präparate wie zum Beispiel Wick Medinait. Sie enthielten mehrere Wirkstoffe gleichzeitig, beispielsweise gegen Schnupfen, Husten und Kopfschmerzen. Das sei „therapeutischer Unfug”.

Nur wenige Betroffene hätten schließlich alle Symptome. „Obwohl Nebenwirkungen wie Herz-Kreislaufstörungen oder psychische Beeinträchtigungen auftreten können”, nähmen Erkältete also Medikamente ein, die sie gar nicht brauchen.

Betroffenen empfiehlt Hagemann, jedes Symptom mit einem eigenen Mittel zu behandeln.
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