Saarbrücken - Krankenhausgesellschaft: Probleme durch Wegfall der „Zivis”

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Krankenhausgesellschaft: Probleme durch Wegfall der „Zivis”

Von: kna
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Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Rudolf Kösters, hat die Kliniken aufgefordert, verstärkt auf eine Anwerbung von Freiwilligen zu setzen, um die Lücken durch den Wegfall des Zivildienstes zu schließen. Foto: ddp

Saarbrücken. Der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Rudolf Kösters, hat die Kliniken aufgefordert, verstärkt auf eine Anwerbung von Freiwilligen zu setzen, um die Lücken durch den Wegfall des Zivildienstes zu schließen.

„Die Krankenhäuser müssen aufzeigen, wie interessant eine solche Tätigkeit gerade in der Berufsfindungsphase eines jungen Menschen sein kann”, sagte Kösters der „Saarbrücker Zeitung”. Hier könnten die Kliniken kräftig die Werbetrommel rühren.

Nach Kösters Einschätzung wird es beim geplanten Bundesfreiwilligendienst zu Problemen kommen. Wenn jemand das schon existierende Freiwillige Soziale Jahr absolviere, bekomme er monatlich rund 300 Euro. „Beim Bundesfreiwilligendienst sollen es 500 Euro sein. Das führt zu unerwünschter Konkurrenz”, sagte der DKG-Chef.

Die Frage sei auch, wer sich zum Bundesfreiwilligendienst melde. „Sind das Leute, die sich der Sache so verpflichtet fühlen wie einst die Zivis, oder sind das Menschen, die es eher locker angehen lassen?”.

Letzteres wäre weniger im Interesse der Patienten, warnte Kösters. „Wenn man bedenkt, dass in den letzten zehn Jahren aus Kostengründen etwa 55.000 Pflegestellen in den Kliniken weggefallen sind, dann erschließt sich auch, wie wichtig die Arbeit der Zivis war”, erläuterte Kösters. Mit der beschlossenen Aussetzung der Wehrpflicht wird Ende Juni auch der Zivildienst abgeschafft.

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