Kostenbremse für Arzneien rückt näher

Von: ddp
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Gefährliche Wechselwirkungen durch verschriebene Medikamente
Jeder 200. Krankenversicherte hat statistisch gesehen schon mehrere Medikamente verordnet bekommen, deren Kombination gefährliche Wechselwirkungen haben kann. Das geht aus einer Studie des Instituts für angewandte Qualitätsförderung und Forschung im Gesundheitswesen (AQUA) in Göttingen hervor, auf die die Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz hinweist. Foto: dpa

Berlin. Eine Kostenbremse für Arzneimittel rückt näher. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, 28. April, Eckpunkte für das geplante Arzneimittel-Sparpaket.

Medikamente sind Kostentreiber im Gesundheitssystem, insbesondere neue, patentgeschützte Präparate. Bislang darf die Industrie die Preise für solche Arzneien willkürlich selbst festlegen - die Krankenkassen müssen zahlen. Das will die Koalition eindämmen.

Unter anderem will die Regierung die Pharmafirmen gesetzlich zu Preisverhandlungen mit den Krankenkassen zwingen. Werden sich beide Seiten nicht einig, können die Hersteller die Arzneimittelpreise in den ersten 15 Monaten nach Markteinführung aber weiter selbst bestimmen.

Kurzfristig will die Koalition die Hersteller zu höheren Rabatten gegenüber den Versicherern verpflichten. Der Abschlag soll von derzeit 6 auf 16 Prozent steigen. Außerdem sollen die Arzneimittelpreise bis Ende 2013 auf dem Niveau von August 2009 eingefroren werden.

Die kurzfristigen Instrumente sollen den Plänen nach bereits Anfang August in Kraft treten, die langfristigen zum 1. Januar 2011. Die Zwangsrabatte und den Preisstopp will die Koalition über eine Modifikation am „GKV-Änderungsgesetz” umsetzen. Für die langfristigen, strukturellen Veränderungen soll es einen eigenen Gesetzentwurf geben.

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