Kontaktlinsenträger sollten an Ersatz denken

Von: Elke S. Gersmann, ddp
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Kontaktlinse
Eine junge Frau setzt eine Kontaktlinse in ihr Auge ein. Foto: dpa

Düsseldorf. Wer kurz- oder weitsichtig ist, greift oft zu Kontaktlinsen statt zur Brille. Diese haben ja auch einige Vorteile, vor allem, wenn man ständig auf eine Sehhilfe angewiesen ist und sie nicht nur zum Lesen benötigt.<br />

Neben der besseren Unterstützung des Sehens - das Bild wird im Gegensatz zur Brille kaum verkleinert oder vergrößert und es gibt auch keine Randunschärfe - sind Kontaktlinsen vor allem bei Freizeitaktivitäten eine Erleichterung. Morgens einmal eingesetzt, muss man sich in der Regel den ganzen Tag nicht mehr darum kümmern, kann Sport machen, schwimmen gehen oder ein Buch lesen.

Deshalb will vor allem im Urlaub kein Linsenträger auf sie verzichten. Damit die Sichtverhältnisse ungetrübt bleiben, sollte man jedoch einiges beachten, bevor es losgeht. Sonst kann es passieren, dass der Urlaub schon mit roten Augen beginnt, wie Bettina Flörchinger, Ärztin beim Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf, warnt.

Offene Autofenster, ein leichter Luftzug aus der Lüftung oder eine Klimaanlage können zu Augenreizungen führen. Das gilt besonders für Kontaktlinsenträger. Oft bemerkt man die Reizung erst, wenn sie schon aufgetreten ist. Deshalb sei es wichtig vorzubeugen, sagt die Expertin: „Man sollte Zugluft möglichst meiden und die Augen während der Reise regelmäßig mit künstlichen Tränen aus der Apotheke befeuchten.” Denn die Reizungen werden vor allem durch die Austrocknung der Augen verursacht.

Besonders stark mache sich das im Flugzeug bemerkbar, da in der Kabine die Luftfeuchtigkeit nur rund zehn Prozent betrage. Auf längeren Flügen könnte es deshalb ratsam sein, eine Brille zu tragen. Diese sollte man ohnehin unbedingt als Ersatz oder Alternative dabeihaben, mahnt Flörchinger.

Vor allem bei Auslandsreisen gehören ausreichend viele Flaschen des Pflegemittels ins Gepäck, die man möglichst auch auf die Koffer der Mitreisenden verteilt. So hat man eine Reserve, falls der eigene Koffer bei einer Flugreise nicht am Urlaubsort eintrifft oder mal eine Flasche kaputtgeht. Empfehlenswert sei weiterhin, immer einen Vorrat des Mittels direkt bei sich zu haben, um für den Fall einer Verzögerung gewappnet zu sein. Das gilt nicht nur für das Flugzeug. Wenn man zum Beispiel im Stau steht und die Flüssigkeiten sich ganz unten im Kofferraum oder im Gepäckraum des Busses befinden, nützen sie nicht viel.

Auch den eventuellen Verlust einer Kontaktlinse müsse man bedenken und sollte deshalb möglichst ein Ersatzpaar mitnehmen. Als Alternative, sagt Flörchinger, könne man eine gewisse Menge Tages- oder Wochenlinsen einpacken: „Diese Möglichkeit ist außerdem für alle interessant, die nicht mit mehreren Flaschen Pflegemitteln in den Urlaub fahren möchten.” Sie kann auch billiger sein, vor allem, wenn man viel badet. Denn im Wasser ist das Risiko besonders groß, dass man eine Kontaktlinse verliert. Bei Dauerlinsen ist das ein teures Vergnügen. Ansonsten gibt es mit Feuchtigkeit aber keine Probleme.

Anders sehe es aus, wenn die Luft am Urlaubsort eher trocken und staubig und es dazu vielleicht noch windig sei, mahnt die Medizinerin. Wenn dann Sand oder Staub ins Auge gerät, ist das nicht nur sehr unangenehm - auch die Gefahr einer schmerzhaften Augenreizung ist sehr groß. Wer also zum Beispiel in Nordafrika einen Abstecher in die Wüste machen oder bei starkem Wind an den Strand gehen möchte, sollte an diesen Tagen lieber auf Kontaktlinsen verzichten und den Augen zuliebe eine Sonnenbrille mit optischen Gläsern wählen.
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