Heidesheim - Kleine Knautschbälle helfen zwischendurch gegen Stress

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Kleine Knautschbälle helfen zwischendurch gegen Stress

Von: dapd
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Heidesheim. Ein Stau auf der Autobahn, eine endlose Besprechung kurz vor Feierabend oder ein Drucker, der partout nicht druckt: Es gibt immer wieder Situationen, die aufreiben und den Puls in die Höhe schnellen lassen.

„Am besten hilft Bewegung gegen den Stress”, sagt der Burnout-Experte Jörg-Peter Schröder aus Heidesheim. Aber es gebe im Alltag oft nicht die Möglichkeit, mal eben eine Runde um den Block zu spazieren, sich beim Radfahren oder Beet umgraben abzureagieren oder mit ein paar Yoga-Übungen zu entspannen.

Eine Alternative zu Sport oder Entspannungsübungen kann ein bunter und weicher Knautschball mit circa sieben Zentimeter Durchmesser sein, der sogenannte Anti-Stress-Ball oder Wutball.

„Ein solcher Anti-Stress-Ball hilft ganz akut, die Wut rauszulassen”, sagt Schröder. „Und ist damit eine gute Lösung gegen den Stress zwischendurch, wie beispielsweise der Apfel die Lösung für den Hunger zwischendurch ist.” Die Anti-Stress-Bälle kann man mit den Händen kneten, gegen die nächste Wand knallen, auf den Boden schleudern oder sie herumkicken.

Alles, was die körperliche und mentale Anspannung löse, sei erlaubt. Denn Wut und Stress seien nichts anderes als angestaute Energie und die könne man mit dem Knautschball gut herauslassen. „Wenn wir die Energie nicht herauslassen, kann das langfristig zum Beispiel zu Bluthochdruck führen”, sagt Schröder.

Schröder empfiehlt all jenen einen Wutball, die mit stressigen Situationen zu tun haben, die sie nicht sofort mit Bewegung oder Entspannung kompensieren können. „Wer zum Beispiel nach der Arbeit auf das Auto angewiesen ist und sich nicht schon auf dem Heimweg mit dem Fahrrad auspowern kann, sollte sich einen Wutball in den Wagen legen und ihn bei Bedarf kneten”, sagt Schröder. Denn Stress sei eine Reaktion des Körpers, auf die mit Bewegung reagiert werden sollte.

„In einer Stresssituation, wenn gewissermaßen der Löwe vor der Höhle steht und Gefahr signalisiert, werden Nebenniere und die Nebennierenrinde gequetscht und so Cortison und Adrenalin freigesetzt”, erklärt Schröder.

Der Körper werde also in Alarmbereitschaft versetzt, um zu kämpfen oder wegzurennen. „Aber Sie kämpfen ja beispielsweise nicht mit einem ärgerlichen E-Mail-Schreiber, müssen also anders von diesem maximalen Erregungsniveau runterkommen und das freie Adrenalin loswerden.” Mit dem Wutball könne man sich auf die Schnelle abreagieren.

„Außerdem macht es Spaß, den Ball zu kneten, es stärkt die Muskulatur und regt die Durchblutung an”, sagt Schröder. Auf diese Weise helfe das Kneten des Balls auch, die Konzentration zu fördern. Aber der Knautschball sei keine alleinige Maßnahme gegen Stress, sondern nur eine Methode, um zwischendurch abzuschalten und runterzukommen.

Als Stresslöser braucht man grundsätzlich Bewegung und Entspannung. Ob es Yoga, Meditation, Badminton spielen oder Laufen sei, müsse jeder für sich selbst herausfinden, sagt Schröder. „Yoga löst den Stress genauso gut wie Radfahren. Es ist eine Typfrage, wem was besser gefällt.”
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