Kinesiologie-Tape lindert Muskelbeschwerden schon nach 30 Minuten

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Bamberg. Bei großen Sportereignissen sind die roten und blauen Klebebänder an Nacken, Knie oder Ellenbogen der Sportler kaum mehr wegzudenken.

Denn in den vergangenen fünf Jahren ist das sogenannte Kinesiologie-Tape in Deutschland vor allem über die Sportmedizin populär geworden. Doch mittlerweile wird das elastische Klebeband aus Japan auch erfolgreich bei der Behandlung von Muskelverspannung, Tennisarm, Schmerzen in der Schulter oder Prellungen eingesetzt. „Bei der korrekten Anwendung tritt die entlastende Wirkung des Tapes bereits nach wenigen Stunden und manchmal schon nach 30 Minuten ein”, sagt Markus Schneider, Orthopäde, Unfallchirurg und Akupunkteur aus Bamberg.

Das Kinesiologie-Tape ist in Längsrichtung flexibel und besteht aus Baumwolle mit einer hautverträglichen, klebemittelfreien Acrylbeschichtung ohne weiteren Wirkstoff. Es ist also eine medikamentenfreie Therapie. „Das Tape wird mit Vorspannung auf die Haut aufgebracht und hat dann einen Massageeffekt”, sagt Schneider. Denn die Zugrichtung der Klebebänder bei der Bewegung reize verschiedene Sensoren und Rezeptoren in den unterschiedlichen Hautschichten. Das wirke entspannend.

„Es bringt aber nichts, sich tapen zu lassen und dann auf dem Sofa sitzend auf die Besserung der Beschwerden zu warten ”, sagt Schneider. Erst durch die Bewegung entfalte das Tape seine Wirkung, könne Schmerzreize schnell ausschalten und so schädliche Schonhaltungen verhindern. Das Kinesiologie-Tape werde daher oft unterstützend zu Krankengymnastik angewendet.

Genauso wichtig wie das Tape selbst ist die fachgerechte Anwendung, da beim Aufkleben in der Regel die zu behandelnde Region unter Vorspannung gebracht werden müsse. „Korrekt aufgebracht halten die Tapes mindestens sieben Tage und überdauern auch Duschen und Sport”, sagt Schneider. Allerdings müssen die Patienten die Kosten von etwa zehn bis 30 Euro pro Behandlung selbst übernehmen.
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