Kindern und Jugendlichen werden häufiger Therapien verordnet

Von: dapd-nrw
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Düsseldorf. Um die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen steht es anscheinend schlechter als vor einem Jahr. Die Ärzte im Land schickten den Nachwuchs im ersten Quartal 2011 deutlich häufiger zu Therapeuten als im Vorjahreszeitraum.

Das teilte die Krankenkasse DAK in Düsseldorf unter Berufung auf die aktuelle Heilmittelstatistik des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenkassen mit.

Das größte Plus gab es mit rund 29 Prozent bei verordneten Sprachtherapien für Patienten im Alter bis 20 Jahre. Die Zahl der ärztlich verschriebenen Physiotherapien nahm um mehr als 21 Prozent zu. Für Ergotherapien, in denen Patienten lernen, ihren Alltag zu meistern, stiegen die Verordnungen um gut neun Prozent.

Der Anstieg bestätige das Ergebnis einer bundesweiten Umfrage unter Kinderärzten, wonach sich der Gesundheitszustand der Kinder in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert habe, sagte der Sprecher der DAK in NRW, Rainer Lange.

Auffällig ist, dass vor allem Ärzte im Rheinland ihre jungen Patienten deutlich häufiger zum Therapeuten schickten. So nahm etwa die Zahl der verordneten Physiotherapien in Nordrhein um 37,5 Prozent zu, während es in Westfalen-Lippe nur einen Zuwachs von knapp sieben Prozent gab. Unter Physiotherapien fallen unter anderem Krankengymnastik und Massagen.

Unterschiede gab es auch bei den verordneten Sprachtherapien. Hier wurde im Rheinland ein Plus von gut 32 Prozent verzeichnet, in Westfalen-Lippe war es lediglich einen Zuwachs von 26 Prozent.
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