Kinder mit geröteten Augen vom Facharzt untersuchen lassen =

Von: dapd
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Augenarzt/Untersuchung
Wenn das Kind gerötete Augen hat, führt der erste Weg besorgter Eltern zum Kinderarzt. In den meisten Fällen handele es sich bei der Augenrötung tatsächlich nur um eine unspezifische Reizung, die nicht zwingend behandelt werden muss, sagt Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte e.V. Deutschlands. Foto: dpa

Kelkheim. Wenn das Kind gerötete Augen hat, führt der erste Weg besorgter Eltern zum Kinderarzt. In den meisten Fällen handele es sich bei der Augenrötung tatsächlich nur um eine unspezifische Reizung, die nicht zwingend behandelt werden muss, sagt Dietlind Friedrich vom Berufsverband der Augenärzte e.V. Deutschlands.

„Trotzdem ist es immer ratsam, einen Augenarzt in die Diagnose einzubinden.” So hat die Erfahrung der Augenärztin aus Kelkheim gezeigt, dass viele Kinderärzte ihren kleinen Patienten antibiotische Augentropfen verschreiben.

Diese seien aber häufig gar nicht hilfreich: „Wenn keine bakterielle Infektion vorliegt, bringen diese antibiotischen Augentropfen nichts.”

Friedrich warnt: Die falsche Medikation fördere nicht nur ungewünschte Resistenzen, sondern auch schnell die Abwehrhaltung bei Kindern gegenüber Augentropfen. „Wenn die Tropfen dann mal wirklich nötig sind, verweigern sich die Kinder.”

Warum die Augen sich röten oder brennen, kann vielfältige Ursachen haben. Einen genauen Blick ins Auge ermöglicht die sogenannte Spaltlampe, mit der Augenärzte arbeiten: „Mit dieser speziellen Lampe lässt sich beispielsweise ein kleiner Fremdkörper im Auge oder ein beginnendes Gerstenkorn entdecken.” Der Augenarzt könne außerdem erkennen, ob es sich bei der Rötung um die Auswirkungen einer Erkältung oder um eine Allergie handelt: „Auch Entzündungen im Inneren des Auges, das heißt in der Vorderkammer des Auges oder im Glaskörper, kann ausschließlich der Facharzt feststellen”, betont die Expertin.

Hinter einer derartigen Rötung kann sich in seltenen Fällen auch eine Regenbogenhautentzündung (Iritis) verbergen, die es im Kindesalter zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen gibt.

Für den ungeschulten Beobachter könne auch ein frühkindliches oder angeborenes Glaukom beim Baby wie „rote Augen” aussehen, sagt Friedrich: „Wegen des akut drohenden Sehverlustes wäre es fatal, nicht sofort den augenärztlichen Facharzt aufzusuchen.”
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