München - Kalmus wärmt bei Magenschmerzen

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Kalmus wärmt bei Magenschmerzen

Von: dpa
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München. Wer Magenzwicken hat, dem empfehlen Heilpraktiker oft Kalmus. Denn die Heilpflanze, die auch als Magenwurz oder Deutscher Ingwer bezeichnet wird, wirke appetitanregend und wärmend, sagt Dietrich Mühlberg vom Naturheilkundeverein NHV Theophrastus mit Sitz in München.

Auch beim Abheilen von Magengeschwüren kann Kalmus helfen. „Trotz der appetitanregenden Wirkung wird die Magensäure-Konzentration nicht gesteigert, wie das zum Beispiel bei Wermut der Fall ist.”

Bewährt habe sich Kalmus außerdem bei nervös bedingten Magenerkrankungen mit Übelkeit und Erbrechen und bei psychisch bedingter Magersucht, fügt der Heilpraktiker hinzu. Genutzt wird der geschälte Wurzelstock. „Die in unseren Breiten wachsende Heilpflanze bildet im Gegensatz zu ihrem Herkunftsland Indien kaum das giftige Asaron und ist daher bedenkenlos als Tee anzuwenden”, erläutert der Heilpraktiker.

Dazu werden zwei gehäufte Teelöffel in einen Viertelliter kaltes Wasser gegeben, aufgekocht und abseiht. Oder zwei gehäufte Teelöffel werden mit einem Viertelliter kochendem Wasser überbrüht, zehn Minuten ziehen gelassen und dann abgegossen. Den abgekühlten Sud trinken Betroffene über den Tag verteilt. Äußerlich leistet Kalmus als Tinktur gute Dienste als durchblutungsfördernde Einreibung. Nabelkoliken bei Kleinkindern lassen sich durch Kalmusbäder oder -öl lindern.

Wegen des giftigen Asaron darf Kalmus nicht in der Schwangerschaft angewendet werden - indisches Kalmusöl enthält bis zu 80 Prozent Asaron. Auch der Dauergebrauch von Kalmuspräparaten ist nicht ratsam: Nach maximal zwei Wochen sollten sie abgesetzt werden.

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