Witten/Herdecke - Inkontinenz führt oft zu Rückzug aus Sozialleben

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Inkontinenz führt oft zu Rückzug aus Sozialleben

Von: dpa
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Witten/Herdecke. Menschen mit Inkontinenz ziehen sich häufig aus dem sozialen Leben zurück.

Die Betroffenen empfänden die Blasenschwäche als einen Kontrollverlust über ihren Körper. Sie trauten sich dann nicht mehr in die Stadt, ins Kino oder zu Konzerten, weil sie nicht wissen, ob sie schnell genug eine Toilette finden, erläutert Daniela Hayder vom Institut für Pflegewissenschaft der Universität Witten/Herdecke. Für eine Studie führte sie Tiefeninterviews mit 47 Betroffenen.

Dabei habe sich gezeigt, dass die Befragten oft Angst haben, unkontrolliert Urin zu verlieren. Sie fürchteten, dass andere das mitbekommen und sie ausgegrenzt werden, so Hayder. In jungen Jahren litten vor allem Frauen unter Inkontinenz, im höheren Alter gleiche sich das Risiko zwischen den Geschlechtern an. Zwar könne man die Blasenschwäche nicht immer heilen, sie lasse sich aber zumindest lindern oder hinauszögern.

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