Immunstimulans soll Sterblichkeit bei Sepsis senken

Von: ddp
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<b>Berlin. </B>Eine GM-CSF genannte Substanz kann bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung das Versagen von Immunzellen verhindern.

Damit lasse sich eine besonders kritische Folge einer solchen sogenannten Sepsis bremsen, hoffen Mediziner der Charité in Berlin nach der Erprobung der Substanz an 38 Patienten in drei Intensivstationen.

Mit dem Immunstimulans könnte möglicherweise die noch immer hohe Sterblichkeit bei Sepsis-Patienten verringert werden, teilt die Charité mit.

Bei Patienten mit einer schweren Blutvergiftung kann das Immunsystem versagen. Ein Teil der für die Immunabwehr verantwortlichen Fress- und Entzündungszellen, die sogenannten Monozyten, arbeiten dann nicht mehr richtig.

Da weitere Infektionen den Krankheitsverlauf erheblich verschlechtern könnten, sei die Aufrechterhaltung der Immunabwehr bei Sepsispatienten besonders wichtig, erklärt Jörg Christian Schefold von der Medizinischen Klinik für Nephrologie und internistische Intensivmedizin.

In ihrer Untersuchung teilten die Forscher die Patienten in zwei Gruppen ein, die beide die identische medizinische Behandlung erhielten. Der einen Gruppe verabreichten die Mediziner jedoch zusätzlich das Immunstimulans GM-CSF. Während bei allen 19 Patienten dieser Gruppe die Monozyten ihre Arbeit wieder aufnahmen, beobachteten die Mediziner dies bei nur drei Patienten der anderen Gruppe.

Nach diesem vielversprechendem Ergebnis wollen die Mediziner das Mittel, das bisher hauptsächlich bei Tumorerkrankungen eingesetzt wird, nun in einer größeren Studie erproben. Darin soll unter anderem geklärt waren, ob GM-CSF die Sterblichkeit bei Sepsispatienten senken kann.
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