Essen - Hirnaktivität beweist: Akupunktur kann das Schmerzempfinden verringern

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Hirnaktivität beweist: Akupunktur kann das Schmerzempfinden verringern

Von: ddp
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Essen. Die Wirkung von Akupunktur lässt sich auch anhand der Hirnaktivität belegen: Wissenschaftler der Uniklinik Essen haben mit Hilfe eines Magnetresonanztomographen nachgewiesen, dass Akupunkturbehandlungen das Schmerzempfinden verringern können.

„Ob und wie die Akupunktur eine neurobiologische Wirkung auf das Gehirn entfaltet und welche Rolle der Placebo-Effekt einnimmt, wird Gegenstand weiterer Untersuchungen sein”, sagt Nina Theysohn von der Neuroradiologie der Uniklinik Essen. Sie wird die Studie auf dem 91. Deutschen Röntgenkongress vorstellen, der vom 12. bis 15. Mai in Berlin stattfindet, berichtet die Universität.

Für ihre Studie lösten die Forscher bei 18 Freiwilligen durch einen Stromstoß am Fußknöchel einen Schmerzreiz aus und maßen mit Hilfe eines funktionellen Magnetresonanztomographen (fMRT) die Hirnaktivität in den Bereichen, die für die Verarbeitung von Schmerzempfindungen zuständig sind.

Nach einer Pause wurden die Studienteilnehmer an klassischen Punkten akupunktiert und erhielten anschließend wieder einen Stromschlag. Die fMRT-Aufzeichnungen zeigten nun jedoch eine deutlich verminderte Aktivität in Schmerzverarbeitungszentren: Der Schmerzreiz war also nicht in seiner vollen Intensität im Gehirn angekommen, obwohl der Stromstoß genauso stark gewesen war wie im ersten Versuchsteil.

Zukünftige Forschungen müssten nun klären, wie genau die feinen Nadeln das Schmerzempfinden verändern. Eine Beobachtung konnten die Wissenschaftler allerdings schon machen: „In jedem Fall scheint die Wirkung der Akupunktur mit steigender Schmerzintensität in den Hintergrund zu treten”, sagt Theysohn.

Akupunktur wird heute bereits unter anderem bei Menschen mit chronischen Schmerzen eingesetzt, Befürworter und Gegner streiten jedoch seit langem über die Wirksamkeit, da diverse Studien keinen Unterschied zu Scheinbehandlungen feststellen konnten.
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