Herzstolpern ist oft harmlos: Ursachen für Extrasystolen trotzdem klären

Von: dapd
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Kirchheim unter Teck. Es klopft, springt oder arbeitet für einen Moment nicht im gewohnten Rhythmus - wenn das Herz stolpert, machen sich Betroffene Sorgen.

„Das Phänomen ist nicht neu. Schon in alten Kulturen wird das Stolperherz erwähnt”, sagt Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V.. Ursache der seltsamen Herzbewegungen seien oft Herzrhythmusstörungen, die es genauer abzuklären gilt.

„Dem Herzstolpern liegen in der Regel Extrasystolen, also Extraschläge, zugrunde”, erklärt der Kardiologe aus Kirchheim unter Teck. Die Schläge fallen außerhalb der normalen Herzfrequenz in den normalen Takt ein und werden als zusätzlichen Klopfer empfunden, beschreibt Smetak. Manche Menschen würden nur Aussetzer des Pulses bemerken, andere eher ein Herzrasen oder das typische Stolpern. „Wiederum andere bemerken die Extraschläge überhaupt nicht.” Wer die Extraschläge häufig oder auch sehr intensiv wahrnimmt, bewerte sie aber schnell als unangenehm oder beängstigend. „Extrasystolen sind für sich genommen jedoch nicht gefährlich und zwar unabhängig von ihrer Anzahl”, beruhigt Smetak. Allerdings sei es wichtig, abzuklären, ob eine Herzerkrankung vorliegt. „Deshalb rate ich in jedem Fall zu einer kardiologischen Untersuchung.”

Dabei prüft der Kardiologe per Belastungstest, EKG und eventuell Ultraschall, ob am Herzen alles in Ordnung ist. Smetak erklärt, dass ein häufiger Auslöser des Herzstolperns eine Störung der Blutsalze (Elektrolyte) sei. „Auch eine durchgemachte Entzündung oder eine mangelnde Durchblutung des Herzens kann dahinter stecken”, sagt der Arzt. Ebenso könnten viel Stress oder Angststörungen den Herzschlag aus dem Takt bringen.

Zeigt die Untersuchung, dass das Herz gesund ist und keine Auffälligkeiten vorhanden sind, muss das Herzstolpern nicht zwingend behandelt werden, betont der Kardiologe. „Oft hilft es den Betroffenen schon, zu wissen, dass sie nichts Gefährliches haben und dass fast jeder solche Extrasystolen hat.” Für Menschen, die sehr darunter leiden, dass ihr Herz nicht immer im Takt ist, oder diese Rhythmusstörung als störend empfinden, könne eine Nahrungsergänzung mit Magnesium oft schon Abhilfe schaffen, sagt Smetak. Magnesium verbessert die Sauerstoffversorgung und den Stoffwechsel in den Herzmuskelzellen.
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