Bochum - Heil durch den Winter: In der kalten Jahreszeit braucht die Haut viel Pflege

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Heil durch den Winter: In der kalten Jahreszeit braucht die Haut viel Pflege

Von: Mascha Schacht, ddp
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haut creme
Baierbrunn. Eltern sollten ihre Kinder in der kalten Jahreszeit mit einer fetteren Creme als sonst einschmieren. Gut geeignet sind Produkte, die Bienenwachs, Sheabutter, Mandel- oder Avocadoöl enthalten. Foto: ddp

Bochum. Der Schnee glitzert auf den Bäumen, die Sonne scheint - ein perfekter Wintertag, wie gemacht für eine Runde Langlauf oder einen ausgedehnten Spaziergang. Wieder zurück im Warmen glühen die Wangen, die Haut fühlt sich frisch und gut durchblutet an.

„Körperliche Bewegung an der frischen Luft ist natürlich auch im Winter sehr gesund und trägt zu einem schönen Hautbild bei”, bestätigt Ingo Schugt vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen. Gut mit Sauerstoff versorgt, sieht die Haut gleich viel frischer und gesünder aus, sie leuchtet regelrecht.

Allerdings braucht sie im Winter auch besonders viel Schutz, denn der ständige Wechsel zwischen der Kälte und der warmen, trockenen Heizungsluft machen ihr sehr zu schaffen. „Bei niedrigen Temperaturen wird die Talgproduktion zurückgefahren, dadurch fehlt der schützende Fettfilm und die Haut ist wesentlich empfindlicher als im Sommer”, erklärt der Hautarzt aus Bochum. Durch die niedrige Luftfeuchtigkeit in oftmals überheizten Räumen trocknet die Haut weiter aus und wird anfälliger für Ekzeme und Unreinheiten.

„Vor allem Gesicht und Hände sollten im Winter daher mit fetthaltigen Salben geschützt werden. Feuchtigkeitscremes oder Gels sollte man hingegen vermeiden, denn sie enthalten viel Wasser und können bei Minusgraden sogar auf der Haut gefrieren, ohne dass wir es merken.” Wer ohnehin eine Tages- und eine Nachtcreme verwendet, kann im Winter die reichhaltige Nachtpflege am Tag verwenden und der Haut nachts über die Tagescreme die benötigte Feuchtigkeit zuführen.

Für Wintersportler ist zudem Sonnenschutz Pflicht, sonst drohen nicht nur Sonnenbrand, sondern auch Herpes - nicht umsonst wird die Viruskrankheit auch Gletscherbrand genannt. „Gerade in den Bergen ist die UV-Intensität besonders hoch, der Lichtschutzfaktor sollte daher mindestens 30 betragen, für die Lippen sind sogar 40 bis 50 angebracht”, rät Schugt. Auch hier gilt: Finger weg von wasserreichen Sonnengels, am besten spezielle Wintersonnencremes verwenden, die einen hohen Lichtschutzfaktor mit einem hohen Fettanteil verbinden.

Wer sich und seiner Haut danach etwas Gutes tun möchte, begibt sich in die Sauna, macht Kneippbehandlungen oder Wechselduschen. „Alles, was die Durchblutung und damit den Stoffwechsel anregt, ist gut für die Haut”, erklärt der Arzt und ergänzt: „Anschließend das Eincremen nicht vergessen.” Von ausgedehnten Bädern rät der Hautexperte hingegen ab, denn sie wirken austrocknend. „Wer nicht darauf verzichten möchte, sollte nicht zu heiß und nicht länger als zehn Minuten baden und ein sogenanntes spreitendes Ölbad als Badezusatz wählen.”

Diese medizinischen Öle bilden auf der Wasseroberfläche einen durchgängigen Film, der sich beim Heraussteigen auf der Haut absetzt - weshalb der Körper nur sanft trockentupft werden sollte. Jetzt noch ein Glas Wasser und eine Kiwi und das Pflegeprogramm ist komplett, denn „viel Trinken sorgt für schön pralle, gut durchblutete Haut und Vitamine schützen sie vor freien Radikalen und halten sie jung”.
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