Frankfurt/Main - Heftiges Schnäuzen kann Mittelohrentzündungen verursachen

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Heftiges Schnäuzen kann Mittelohrentzündungen verursachen

Von: ddp
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Frankfurt/Main. Zu den meisten Mittelohrentzündungen tragen die Betroffenen selbst bei: „Zu heftiges Schnäuzen ist mit Abstand die häufigste Ursache für Mittelohrentzündungen”, warnt Hals-Nasen-Ohrenarzt Christian Hellweg aus Frankfurt, „denn dadurch werden das Nasensekret und damit die Bakterien bis in die Ohrtrompete hineingedrückt.”

Wer erkältet ist, sollte daher besser die Nase hochziehen und zusätzlich abschwellende Nasentropfen verwenden, empfiehlt der Experte. Das beugt gleichzeitig vereiterten Nebenhöhlen vor.

Ohrenschmerzen, Hörstörungen und Schwindel weisen hingegen darauf hin, dass sich bereits eine Entzündung hinter dem Trommelfell gebildet hat. „Der Hals-Nasen-Ohrenarzt kann dies mit Hilfe eines Mikroskops feststellen und dann abschwellende Medikamente und Schmerzmittel verschreiben”, erläutert Hellweg. Antibiotika kommen nur im Notfall zum Einsatz. „Je nach Schweregrad dauert es fünf bis vierzehn Tage, bis die Entzündung vollständig abgeklungen ist.”

Hausmittel können helfen, die Heilung zu beschleunigen, denn sie enthalten häufig Vitamine und bioaktive Substanzen: Tee mit Zitrone stärkt die Immunabwehr. Kleingeschnittene Zwiebeln, in ein Küchenhandtuch gewickelt und auf der Heizung oder über Wasserdampf leicht erwärmt, sollen Ohrenschmerzen lindern. „Auch Wärme beeinflusst den Krankheitsverlauf günstig, weshalb beispielsweise eine Rotlichtbestrahlung sinnvoll sein kann”, verrät Hellweg.

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