Hautkrebsgefahr: Mit der „ABCDE-Regel” bösartige Muttermale erkennen

Von: ddp
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Berlin. Fast jeder Mensch hat Leberflecken. Die bräunlich gefärbten Ansammlungen von Pigmentzellen der Haut finden sich an den unterschiedlichsten Körperstellen. Obwohl die Flecken in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge sind, kann sich dahinter manchmal ein bösartiger Hautkrebs verbergen.

„Vor allem wenn sich Farbe, Größe und Form der Leberflecken verändern, sollte man lieber einen Hautarzt zu Rate ziehen”, rät der Berliner Hautarzt Andreas Finner vom „Berufsverband der Deutschen Dermatologen”.

Um bösartige Veränderungen zu erkennen, ist laut Finner die sogenannte „ABCDE-Regel” hilfreich. Das A stehe für Asymmetrie, erklärt der Hautarzt. Wenn die Form des Flecks nicht mehr gleichmäßig sei, könne dies ein Warnzeichen sein. B bedeute Begrenzung und beziehe sich auf mögliche ausgefranste Ränder. Auch wenn ein Fleck unterschiedliche Farbschattierungen (C - Colour) aufweise, einen Durchmesser (D) von über fünf Millimetern habe oder sich auf der Hautoberfläche ertasten lasse (E - Erhabenheit), sei eine ärztliche Abklärung ratsam.

Bei Patienten im Alter ab 35 Jahren übernehmen die Krankenkassen nach Angaben des Dermatologen alle zwei Jahre die Kosten für einen „Hautcheck”, der auch die Leberflecken-Kontrolle umfasst. Jüngere Patienten müssten die Vorsorgeuntersuchung dagegen in der Regel privat bezahlen. Je nach Behandlungsaufwand lägen die Kosten zwischen 30 und 50 Euro, sagt Finner.

Falls die Untersuchung den Verdacht auf einen „schwarzen Hautkrebs” (malignes Melanom) ergibt, muss der entsprechende Fleck operativ entfernt werden. Solange die Erkrankung noch nicht allzu tief in das Hautgewebe vorgedrungen ist, kann der etwa halbstündige Eingriff ambulant in einer Hautarztpraxis vorgenommen werden, wie Finner erläutert. Ob es sich tatsächlich um ein bösartiges Melanom handle, könne allerdings erst nach der OP mittels einer mikroskopischen Analyse einwandfrei festgestellt werden.

Menschen mit sehr vielen Leberflecken am Körper haben laut Finner ein erhöhtes Risiko, den „schwarzen Hautkrebs” zu entwickeln. Aufmerksam sein müssten auch Hellhäutige und Patienten, die im Kindesalter häufig Sonnenbrände hatten.
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