Handexzeme sind nur schwer heilbar: Auslöser häufig im Beruf

Von: dpa
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Berlin. Handexzeme sind nur mit einer langfristigen Therapie behandelbar. Sie teilt sich in drei Phasen auf, erläutert die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) in Berlin. In der ersten Phase müsse der Krankheitsauslöser gefunden und der Kontakt mit ihm vermieden werden.

Häufig ist dieser beruflich bedingt. Friseuren oder Floristen zum Beispiel kommen in ihrem Job oft mit reiz- oder allergieauslösenden Stoffen in Kontakt. Das zu vermeiden sei für sie oft schwer. In vielen Fällen werde der Auslöser aber auch gar nicht erst gefunden.

Diesen Patienten steht dann eine antientzündliche Therapie mit Kortisoncremes oder Lichtbehandlung bevor. Oft dringt der Wirkstoff den Experten zufolge aber nicht durch die Hornschicht der Hand - die Therapie bleibt in solchen Fällen erfolglos. Im letzten Behandlungsschritt werden stärkere Medikamente eingesetzt, die allerdings meist mit Nebenwirkungen verbunden sind.

Dazu kommt der finanzielle Aufwand: Ist die Erkrankung nicht beruflich verursacht, müssen Hautschutz- und Pflegeprodukte sowie viele Therapien vom Betroffenen selbst gezahlt werden. Im ersten Fall übernehme dagegen die Berufsgenossenschaft die Kosten. In Deutschland leiden nach Angaben der DDG etwa zehn Prozent der Bevölkerung an Handexzemen. Studien zur Wirksamkeit bestimmter Therapiemöglichkeiten existierten kaum.

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