Gürtel und Minibeutel: Tipps bei einem künstlichen Darmausgang

Von: dpa
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Berlin. Darmkrebspatienten mit einem künstlichen Darmausgang fürchten sich oft vor Einschränkungen im Alltag.

Die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) in Berlin gibt auf ihrem Internetportal Tipps, wie Betroffene ihr Leben trotz des sogenannten Stomas - so heißt der künstliche Ausgang am Bauch - aktiv gestalten können.

SPORT: Für das Schwimmen gibt es zum Beispiel spezielle Badegürtel und Verschlusskappen, die den künstlichen Darmausgang schützen. Der Auffangbeutel für den Stuhl könne im Wasser anbehalten werden, erklären die Mediziner. Auch andere Sportarten seien möglich - solange Patienten dabei ihre Bauchmuskeln nicht übermäßig beanspruchen. Bewegung und Sport seien wichtig - sie förderten das körperliche Wohlbefinden vieler Betroffener.

ERNÄHRUNG: Mit einem Stoma brauchen Patienten den Experten zufolge keine spezielle Diät. Blähende, stopfende und abführende Lebensmittel landen aber besser nicht auf dem Speiseplan. Auch besonders fette Speisen sind ungünstig. Mahlzeiten sollten schonend zubereitet werden, und viele kleine sind besser als wenige große. Durchfall, Verstopfung und Blähungen lassen sich so vermeiden.

SEXUALITÄT: Viele Patienten klagen sowohl über körperliche als auch psychische Einschränkungen. Das Gefühl, nicht mehr attraktiv oder gar entstellt zu sein, belaste viele Betroffene, erläutern die Krebsmediziner. Ein offenes Gespräch mit dem Partner oder einem Stomatherapeuten kann helfen. Ähnlich wie beim Schwimmen seien Verschlusskappen, Minibeutel und Gürtel beim Sex eine praktikable Lösung. Verdauungsgeräusche müssten niemandem peinlich sein - jeder Mensch erzeugt sie ab und an.

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