Hamburg - Gestörte Magensäure-Bildung erhöht Risiko für Osteoporose

Gestörte Magensäure-Bildung erhöht Risiko für Osteoporose

Von: ddp
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Hamburg. Eine gestörte Bildung von Magensäure, wie sie altersbedingt oder durch medikamentös zugegebene Säureblocker auftreten kann, erhöht das Risiko für Osteoporose. Das haben Wissenschaftler um Thorsten Schinke und Michael Amling vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf herausgefunden.

Durch den erhöhten pH-Wert des Magens ist die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung gestört, wodurch die Knochendichte sinkt und die Knochen brüchiger werden, erklären die Forscher den Mechanismus. Das teilt das Universitätsklinikum in Hamburg-Eppendorf mit.

Wissenschaftler hatten in früheren Studien bereits Magenerkrankungen mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche in Zusammenhang gebracht. Verhindert werden kann eine solche Knochenschwäche, wenn bei einer gestörten Magensäurebildung gleichzeitig ein Kalziumpräparat verabreicht wird.

Hier stehen sowohl Präparate zur Auswahl, die auf Basis von Kalziumkarbonat hergestellt werden, als auch Mittel auf Basis von Kalziumglukonat. Im Gegensatz zum Kalziumkarbonat kann letzteres vom Körper auch aufgenommen werden, wenn ein Mangel an Magensäure vorliegt.

Die Forscher empfehlen daher, bei der Auswahl der Präparate darauf zu achten, dass diese auf Basis von Kalziumglukonat hergestellt sind. Derzeit basierten noch 95 Prozent der in Deutschland eingesetzten Präparate auf Kalziumkarbonat und könnten daher vom Körper häufig gar nicht aufgenommen werden.

Bis zu 30 Prozent der über 60-Jährigen in Deutschland sind von einer altersbedingten Abnahme der Magensäurebildung betroffen. Auch Osteoporose ist mit geschätzten 7,8 Millionen Patienten zu einer Volkskrankheit geworden.
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