Berlin - Geschwollene Lymphknoten bei Kindern kein Grund zur Panik

Geschwollene Lymphknoten bei Kindern kein Grund zur Panik

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Berlin. Viele Eltern erschrecken, wenn sie am Hals ihrer Kinder einen Knoten oder Knubbel ertasten, und befürchten gleich eine ernsthafte Erkrankung. Doch meist sind solche Verdickungen einfach nur vergrößerte Lymphknoten und eher ein Zeichen für ein gesundes Immunsystem als für eine Krankheit.

„Fast immer ist eine solche Vergrößerung darauf zurückzuführen, dass sich der kindliche Körper mit Erregern auseinandersetzt und ein Abwehrgedächtnis aufbaut, sie gehört also zum normalen Infektgeschehen in der Kindheit”, erläutert Ulrich Fegeler, Berliner Kinderarzt und Sprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Die Lymphknoten sind sozusagen Filterstationen des Lymphsystems, die Bakterien und Viren festhalten und spezielle Gedächtniszellen sowie Antikörper gegen den jeweiligen Keim bilden.

„Eine Vergrößerung eines Knotens am Hals zeigt, dass von irgendwo im Bereich von Hals, Ohr, Kopfhaut oder Mund Erreger in den Lymphknoten geschwemmt wurden und er seine Produktionskapazitäten hochgefahren hat”, so der Experte. Und da Kinder mit vielen Keimen zum ersten Mal in Kontakt kommen, ist die Reaktion häufig heftiger als bei Erwachsenen. Nicht selten werden die Knoten dabei erbsengroß und besonders bei sehr schlanken Kindern sind sie sogar sichtbar, wenn diese den Kopf drehen.

„Diese Auseinandersetzung mit den Infekten kann sich lange hinziehen, manchmal sogar mehrere Monate”, berichtet der Kinderarzt. Fegelers Tipp: Auch wenn nur in den seltensten Fällen tatsächlich Grund zur Sorge besteht - wer unsicher ist oder Angst hat, sollte auf jeden Fall den Arzt aufsuchen, nicht zuletzt zur eigenen Beruhigung. „Dann kann eindeutig abgeklärt werden, ob es sich um eine normale Schwellung handelt oder ob ein ernsthafteres Problem dahintersteckt.”
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