Geldbuße für Arzt wegen mangelnder Risikoaufklärung

Von: ddp
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Mainz. Weil er einen Patienten vor einer Schönheitsoperation nicht ausreichend über die Risiken aufgeklärt hat, muss ein Arzt aus der Pfalz 10.000 Euro Geldbuße zahlen.

Das Verwaltungsgericht Mainz als Berufungsgericht für Heilberufe erteilte dem Arzt in dem am Donnerstag bekannt gemachten Urteil überdies einen Verweis.

Der Arzt hatte bei einem Patienten eine ambulante Fettabsaugung durchgeführt. Am Tag der Operation legte er dem Mann eine Einwilligungserklärung zur Unterschrift vor, in der verschiedene Komplikationsmöglichkeiten genannt waren.

Eine Aufklärung über mögliche Durchblutungsstörungen oder Hautnekrosen hingegen nahm der Arzt nicht vor. Nach der Fettabsaugung färbte sich dann die Bauchdecke des Patienten teilweise dunkel. Der Mann musste vier Wochen lang stationär behandelt und dabei vier Mal operiert werden.

Nach Überzeugung der Verwaltungsrichter hat der Arzt schuldhaft seine Berufspflichten verletzt. Zum einen habe er den Patienten nicht ausreichend aufgeklärt, was gerade vor reinen Schönheitsoperationen „besonders umfassend und sorgfältig” geschehen müsse. Dabei müsse der Arzt „das Für und Wider der kosmetischen Operation mit allen Konsequenzen und Risiken auch hinreichend drastisch und schonungslos darstellen”. Zum anderen sei der Arzt seiner Verpflichtung zur Protokollierung der Operation und der Nachsorge nicht ausreichend nachgekommen.

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