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Gedächtnisstörung ist nur ein Symptom von Demenz

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Klötzchen stapeln: Im fortgeschrittenen Stadium der Demenz können Beschäftigungstherapien für die Betroffenen den Alltag erheblich erleichtern. Foto: imago

Wiehl. Eine Demenzerkrankung macht sich zu Beginn nicht allein durch Gedächtnisstörungen bemerkbar. Mindestens eine weitere kognitive Fähigkeit müsse beeinträchtigt sein, um von Demenz ausgehen zu können, erläutert Martin Haupt, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Wiehl (Nordrhein-Westfalen).

Das sei zum Beispiel die örtliche Orientierung, die Konzentrationsfähigkeit oder das räumliche Vorstellungsvermögen. Zu Anfang könne sich außerdem oft das Gefühlsleben und das Sozialverhalten - hin zu Aggressivität oder Apathie - verändern.

Halten solche Veränderungen mehr als ein halbes Jahr an oder sind sie sehr ausgeprägt, sollte ein Facharzt mit dem Behandlungsschwerpunkt Hirnleistungsstörungen abklären, ob es sich um Demenz oder normale Alterungsprozesse des Gehirns handelt.

Eine Demenzerkrankung wird grundsätzlich mit Medikamenten und zugleich psychosozialen Therapien behandelt, die auch Angehörige miteinbeziehen. Rund eine Million Menschen sind der DGGPP zufolge derzeit in Deutschland demenzkrank, etwa zwei Drittel davon haben Alzheimer.
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