Früherkennung schützt vor Hirnaneurysma

Von: dapd
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Hamburg/Berlin. Es ist unberechenbar und lebensgefährlich: Bei über 200.000 Menschen wird jährlich ein Hirnaneurysma entdeckt, meistens zufällig.

„Für die Betroffenen ist diese Diagnose sehr belastend, denn man hat sofort das Gefühl, eine Zeitbombe im Kopf zu haben”, sagt Professor Jens Fiehler, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neuroradiologische Diagnostik und Intervention am Universitätsklinikum Hamburg. Die auch als „stille Killer” bezeichneten Aneurysmen sind erweiterte sackartige oder spiralförmige Blutgefäße: „Und diese bergen stets die Gefahr, zu reißen und eine lebensgefährliche Blutung zu verursachen.”

Besonders häufig betroffen sind Menschen mit familiärer Vorbelastung. Wenn Eltern oder Geschwister ein Aneurysma haben, sollte man sich auch selbst für ein Aneurysmen-Screening zur Früherkennung anmelden. „Es ist belegt, dass Aneurysmen familiär gehäuft auftreten.” So ist für Verwandte ersten Grades das Risiko, selbst ein Aneurysma zu tragen, fünf- bis siebenfach erhöht. „Menschen, die zwei Verwandte ersten Grades mit einem Aneurysma haben, tragen sogar ein 20-prozentiges Risiko, auch betroffen zu sein.”

Wer vorbelastet ist, sollte nicht zögern, sich vom Hausarzt an eine neurologische Klinik überweisen zu lassen, rät der Experte. Eine ärztliche Untersuchung sei wichtig, um bedrohliche Veränderungen an den Blutgefäßen rechtzeitig zu erkennen: „Im Falle eines Fundes gibt es dann gute medizinische Möglichkeiten, das Aneurysma zu entschärfen und die Gefahr abzuwenden.”
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